You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Mexico / Isabel Sacher

Mexico / Isabel Sacher

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Letztlich ist die Reise das Ziel

Flitterwochen sollten es werden. Und eigentlich war uns zum ersten Mal sogar egal wohin. Einsam und originell waren dabei unsere einzigen Bedingungen für die Suche nach unserer Honeymoon Destination. Und so kam es, dass wir Mitte Februar dem nicht so richtig stattfinden wollenden Winter in der Schweiz den Rücken kehrten und ins Flugzeug nach Cancún stiegen.  Auf dem 11,5- stündigen Flug ab Zürich kamen wir in den Genuss eines sehr seltenen, aber nicht minder unglaublichen Ausblicks auf Grönland. Jawohl. Aufgrund eines starken Unwetters über dem Atlantischen Ozean war der Pilot gezwungen das Gebiet weiträumig zu um- und Grönland zu überfliegen.  Das ewige Eis – ein Anblick, der einem die Endlichkeit des eigenen Seins unverblümt vor Augen führt und jeden Betrachter in seinen Bann zieht.  Noch bevor wir überhaupt an Mexiko denken konnten, waren wir bereits Feuer und Flamme für eines unserer nächsten Abenteuer.

Nach unserer Ankunft mussten wir schweren Herzens eine Nachricht entgegen nehmen, die wir lieber schon eine Woche vorher bekommen hätten. Das liebevoll geführte Hotel unserer Wahl auf Holbox wurde von einem Brand ereilt und damit für die nächsten Monate unbewohnbar. Wir waren schockiert. Allein der Gedanke zum Zeitpunkt des Brandes nicht zu Hause sondern vielleicht bereits vor Ort gewesen zu sein, jagte mir einen eiskalten Schauer über den Rücken. Keine Verletzte, aber eben auch kein Hotelbetrieb. Und für uns in dieser Situation das Allerschlimmste; auch kein verfügbares Ersatzzimmer auf derselben Insel. Nun rächte sich die Entscheidung entgegen aller Vernunft während der Hochsaison nach Mexiko zu reisen, denn alle Hotels waren bereits ausgebucht.

Also blieb uns nicht viel als doch nach Playa del Carmen zu reisen und dort in einem Mittelklassehotel unterzukommen. Wer die Promenaden mit Kneipen und Souvenierhändlern, Ausflugsanbietern und Markenshops schätzt, wäre sicher froh gewesen, denn dort ist ja wenigstens „etwas los“. Mein Mann und ich dagegen überlegten derweilen bereits, ob wir unsere Flüge nach Hause oder doch lieber an die Westküste des Landes buchen sollten. Denn diese Touristenhölle war so gar nicht das, was wir uns für unsere erste gemeinsame Reise als Ehepaar vorgestellt hatten.

Als wir nach 3 Tagen Telefonieren und Hoffen endlich umziehen durften, wurden wir  wider Erwarten doch für unseren Ärger entlohnt.  Das Mahékal Beach Resort liegt zwar auch in Playa del Carmen, aber das kann man schnell vergessen, wenn man im Schatten der Palmen in seiner Hängematte eindöst. Eine unglaubliche Ruhe liegt über den typischen mexikanischen Villen, die allesamt nur wenige Meter vom Sandstrand entfernt inmitten eines tropischen Waldes liegen.

Am Morgen wird man von exotischem Vogelgezwitscher und einem frühen Sonnenaufgang geweckt. Bereits beim Frühstück auf der Terrasse mit Blick aufs Meer, wenn einem der Wind durch die Haare weht und die Luft nach Salz schmeckt, fühlt man sich seltsam wohl und angekommen im Paradies. Wer also eine luxuriöse Ruheoase sucht, die trotzdem nicht abgelegen ist, sollte unbedingt dieses Resort in Betracht ziehen.

Was uns aber trotz aller Umstände von Mexico überzeugt hat, waren nicht nur die langen, weissen Sandstrände und die schier grenzenlose Gastfreundschaft der Einwohner, sondern vor allem das unfassbar leckere Essen. All die Fajitas, Tacos, Enchiladas und Quesadillos  ist man aber am Besten dort, wo man auf billigen Plastikstühlen fast auf der Strasse sitzt und es Bier aus Dosen gibt. Darüber hinaus ist es in diesen Läden nicht nur originaler, sondern vor allem auch um ein Vielfaches günstiger als auf der Touristenmeile. Also beim abendlichen Spaziergang sollte man unbedingt zwei Ecken weiter laufen, es lohnt sich auf jeden Fall.

Natürlich zog es uns schon bald ins Landesinnere zu denkwürdigeren Orten, wie die berühmten Maya Pyramiden in Coba und Chichén Itzá oder eine der fantastischen Cenoten  zum Schnorcheln und Baden - „ein dolinenartiges Kalksteinloch, das durch den Einsturz einer Höhlendecke entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist“ (Quelle: Wikipeia) Man sollte für sämtliche Ausflüge unbedingt die frühen Morgen- oder späteren Nachmittagsstunden nutzen um den Touristenbussen zu entgehen, die im Minutentakt neu ankommende Amerikaner und Europäer ausspucken. Ausserdem gehört die Küste vor Holbox zu jenen seltenen auf der Welt, von der aus man zwischen Juni und August mit bis zu 15 Meter langen Walhaien schnorcheln kann.  Das klingt selbst jetzt für mich völlig surreal und beängstigend, habe ich doch vor wenigen Wochen überhaupt das erste Mal geschnorchelt, doch haben es uns diese friedlichen Riesen vollends angetan und nun steht dieses Erlebnis ganz oben auf unserer To-Do Liste des Lebens. 


 
 

Isabel Sacher

Luzern, Schweiz

Ich bin Isabel und ich habe mir fest vorgenommen nur noch das zu tun, was ich wirklich liebe. Aber das ist gar nicht so einfach. Was mir aber immer hilft um zurück zu mir selbst finden: Fotografie & ferne Länder. Es gibt so viele Erinnerungen da draußen, die nur darauf warten zu meinen eignen zu werden, so viele Geschichten, die erzählt werden wollen. Vor 5 Jahren zog es mich und meinen Mann von Chemnitz nach Luzern in der schönen Schweiz, das wir heute bereits unser Zuhause nennen dürfen. Ein wunderbarer Ausgangspunkt für die vielen Orten auf unserer Must-Travel-to-Liste, an den man auch immer gerne zurückkehrt. Aber wie ihr euch denken könnt, ist die Liste noch sehr lang. Für die nächste Reise entscheiden wir uns gerade zwischen Island, Kanada und Peru...

Ihr könnt Isabels Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

From Pretoria to Cape Town, Rovos Rail South Africa | Belka Berlin

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Tel Aviv, Israel / Isabelle Hesselberg

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