You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Alaska, USA / Sophie Saller

Alaska, USA / Sophie Saller

Kaum gingen die Sommerferien los, erfüllte ich mir einen (ehrlich gesagt noch nicht ganz so lang gehegten, aber dennoch sehr ausgeprägten) Reisetraum und es ging via Frankfurt mit der Condor direkt nach Anchorage. Da das Wetter perfekt war und wir eine halbe Stunde Verspätung hatten, erfreute uns unser Pilot mit einer Umrundung des Mount McKinley (6194m) - man was für ein Berg! 

Die 21 Tage waren nur grob durchgeplant, da wir ein Mietauto (einen wirklich sehr kleinen Chevrolet Sonic) und ein Zelt samt restlicher Campingausrüstung hatten. Eine grobe Drittelung ergab: eine Woche Kenai Halbinsel (angeblich Alaskas Spielplatz, da das wahre und wilde Alaska fernab der geteerten Straßen im Norden beginnt), eine Woche Roadtrip von der Hatcher Pass Region über den Glenn Highway mit Abstechern nach Valdez, Kennicott, Chena Hot Springs und Fairbanks und die letzte Woche noch Denali Nationalpark (von dem ich zugegeben erstmals in Twilight gehört hatte) und wieder Anchorage. 

Die Campingplätze in Alaska sind wirklich toll und kosten meistens nur 10$ pro Nacht pro Campsite. Diese sind immer mit einer Tisch/Bank Kombination und einer Feuerstelle ausgestattet und die Plumpsklos sind wirklich extrem sauber – sowas gäbs bei uns in Deutschland wohl eher nicht. Vorab buchen kann man auch nirgends (außer in Denali), sondern man kommt hin, fährt einmal rundum und sucht sich einen aus. Außerdem gibt es Bären-sichere Mülleimer, so dass bei richtigem Camping-Verhalten die einzigen ungebetenen Gäste die zahlreichen Moskitos sind. Zum Glück gibt es in Alaska dafür viel giftigeres Spray als bei uns...

Da die meisten Touristen doch Amerikaner mit riesigen RVs sind, gibt es leider wenig Campgrounds mit Duschen. Aber dafür gibt’s viele Seen, die auch zum Baden warm genug sind. Für ein bisschen mehr Komfort und warmes Wasser haben wir dann aber doch meist nach 4-5 Nächten Camping bei Airbnb für zwei Nächte eine Unterkunft gebucht, manchmal auch erst 1-2 Tage vorher. Gratis WLAN gibt es nämlich überraschend oft in vielen Cafés, Supermärkten und Restaurants. 

Was wir im Voraus gebucht hatten, war die Kenai Fjords National Park Northwestern Glacier Tour mit dem Schiff von Seward aus. Nicht ganz billig, aber dauert 9 Stunden und wir haben wahnsinnig viele Tiere und Gletscher gesehen. Absolut empfehlenswert und eins meiner Highlights der Reise! Das Bear-Flight-Seeing von Soldotna mit dem Wasserflieger aus rüber zum Wolverine Creek im Lake Clark Nationalpark gehört auch zu den kostspieligeren Highlights, aber war auch jeden Cent wert. So nah kommt man wohl sonst nie an die Bären heran. Das hatten wir auch spontan einen Tag vorher im Kenai Visitor Center gebucht. Die Leute dort und generell in Alaska sind übrigens wahnsinnig nett und hilfsbereit! 

Der Osten Alaskas hatte viele schöne Seiten, aber irgendwie dann doch nicht soviel zu bieten. Der größte Nationalpark, Wrangell-St-Elias, ist nur sehr schwer zu erreichen und was Wandermöglichkeiten und Camping angeht noch nicht sonderlich gut erschlossen. Generell möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass unser Mietauto zwar putzig war und alles grade so reingepasst hat, allerdings darf man damit NICHT auf Schotterstraßen fahren. Und so wie diese (besonders z.B. die Mc Carthy Road) beschaffen sind, möchte man das auch gar nicht. Insofern rentiert es sich vermutlich doch einen Pickup oder irgendetwas größeres auszuleihen, dann darf man auch den Denali Highway, den Dalton Highway und andere spannende Straßen befahren, die uns leider vorbehalten blieben. 

Ein Traum war am Ende der Reise natürlich der Denali Nationalpark. Da wir keine geübten Back-Country Camper sind, haben wir uns für den Riley Creek Campground am Parkeingang entschieden. Dort gibt es ein Besucherinfozentrum, WLAN, Duschen, Waschmaschinen, einen kleinen Supermarkt und was man sonst so braucht. Wir hatten weit im Voraus einen Shuttle Bus zum Wonderlake gleich um 6:15 in der früh gebucht, da die ersten Busse angeblich immer am meisten Wildlife zu sehen bekommen. Wir hatten keinen Tourbus, weil die teurer sind und die Busfahrer der Shuttles eh viel cooler und eigentlich genau das gleiche erzählen. Durch einen glücklichen Zufall haben wir am Tag davor auch schon günstige Karten für eine Tour bis zum Eilson Visitor Center bekommen, sind also zweimal mit dem Bus in den Park – anders geht es übrigens auch nicht. Nur zu Fuß. Bis zum Wonderlake fährt man allerdings einfach 5,5 Stunden mit dem Bus – diverse Zwischenstops für Fotos inklusive. Grizzlies, Caribous, Moose und mit etwas Glück den Mount McKinley. Angeblich zeigt sich der nur selten (30% der Besucher sehen ihn), aber wir hatten zweimal Glück in zu sehen! 

Falls ich nochmal nach Alaska komme irgendwann würde ich noch mehr Zeit auf der Kenai Halbinsel verbringen und bis Homer runterfahren, oder mich mit dem Buschflieger im Lake Clark Nationalpark absetzen lassen und dort Backcountry- Hiking machen. Das muss toll sein und da ist halt mal wirklich niemand! Den mittleren Teil unserer Reise würde ich canceln (nur um den Glenn Highway wäre es schade, der war wirklich wahnsinnig schön!). Dafür mehr Zeit in Denali, mit wärmerem Schlafsack und eben auch irgendwo im Park fernab der Campgrounds rumlaufen mit kleinen Bear-safe-Containern. Tja und dann eben noch die „obere rechte Ecke“ erkunden und auf dem Top-of-the-World Highway rüber bis Canada fahren... Und mit dem richtig warmen Schlafsack bzw. sinnvollererweise vielleicht doch mit einem RV wäre es Mitte September wohl besonders schön, weil die Farben da einfach atemberaubend sein müssen. Dafür wars Anfang August warm und das Wetter war spitze! 


 
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FOTOGRAFIN SOPHIE SALLER

München, Deutschland

Hallo, ich heiße Sophie, 31 und wohne im schönen München. Ich bin hauptberuflich Lehrerin, aber fotografiere schon seit 2006 leidenschaftlich gerne. 2014 war außerdem bereits meine 4. Saison als Hochzeitsfotografin und es macht mir wahnsinnig Spaß! Beim Wandern oder auf Reisen darf die Kamera natürlich auch nie fehlen. Mit Alaska und La Réunion habe ich mir bereits zwei Traumreisen erfüllt. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr mit Island und bald darauf mit Neuseeland. Die Mongolei fände ich allerdings auch sehr spannend...

Ihr könnt Sophies Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Los Angeles, USA / Hunter Harrison

Los Angeles, USA / Hunter Harrison

Israel / Sophie Kröher

Israel / Sophie Kröher