You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Arizona, Südwest USA/ Vanessa Utsch

Arizona, Südwest USA/ Vanessa Utsch

IMG_5986_1 Kopie.jpg

Steine, Steine, nach diesen zwei Wochen werdet ihr keine Steine mehr sehen können“ - und er hatte recht :) Im März 2011 war ich unterwegs mit meiner ganzen Uniklasse (ca 15 Leute) auf dem Weg an die Westküste der USA, einschließlich Professor. Er sackte die ganzen Meilen ein, wir die Erfahrungen. Wir starteten in San Francisco und tasteten uns dann mit unseren riesigen SUVs gen Osten vor und wieder zurück - die größten Stationen waren dabei San Francisco, Sacramento, Las Vegas, Flagstaff und L.A. Dabei besuchten wir noch einige andere kleine Orte und einen Haufen Nationalparks - ja es kam auch manchmal vor, dass ich morgens panisch aufgewacht bin und mir erst einmal jemand mitteilen musste wo ich bin und mit wem ich hier bin - bevor ich wieder entschlummerte. Summa summarum waren wir knapp 3000  Kilometer unterwegs und verbrachten fast jede Nacht an einem andern Ort.

Es war Frühling, was nicht heißt, dass wir nicht alle Wetterlagen mitbekommen hätten. In San Francisco hatten wir es zunächst diesig und nebelig, was die Stimmung an der Golden Gate Bridge aber irgendwie noch flauschiger macht, aber erstmal verstehen, dass man überhaupt angekommen ist. Der Lake Tahoe war dann verschneit und wir konnten unser Glück gar nicht fassen als wir hörten wir waren die letzten, die den Pass überqueren durften bevor er wegen Schneestürmen geschlossen wurde. Am Grand Canyon wurde es schon immer wärmer, wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich nicht mehr weiß wie das Wetter tatsächlich war, weil ich so beeindruckt von den Strukturen und Farben war - einfach mal an den Rand setzen und die Stille und Weite genießen, Wege und Plätze gibt es genügend. Verpasst haben wir leider die gläserne Aussichtsplattform, soll toll ein. Im Monument Valley wurde alles so rot und warm und man hatte das Gefühl überall Sand zu haben - die Hunde dort waren auch sehr süß, wir hatten grundsätzlich ziemlich viele Hundebegegnungen - inklusive Bodo dem Dackel ;) Mein Fotografenherz machte jedenfalls Luftsprünge bei all den Rottönen und scharfen Kontrasten. Der Natural Bridges Park hingegen war so weit, so surreal und ich hatte immer wieder das Bedürfnis ganz an den Rand zu gehen - man sollte sich wirklich Zeit nehmen, auch wenn wir unseren Prof verflucht haben, es hat sich gelohnt runterzusteigen und schweißgebadet wieder hochzukraxeln, die Brücken, Irrungen und Wirkungen zwischen Stein und nochmal Stein sind einfach irre.

Am beeindruckendsten war für mich das Death Valley. Die Salzwüste war so weit, so unwirklich. Die Sonne hat uns aufs Hirn geschienen und es ist definitiv eine Kulisse, die ich für ne Fotostrecke nutzen wollen würde. Besonders war auch der Golden Canyon, die Struktur und die Stille. Einfach mal aus dem Auto steigen, den Hügel hochlaufen, die Sonne genießen - die selbst im März schon echt heftig ist - und überrascht sein wie still und weit sich ein Fleckchen Erde anfühlen kann. Es ist schon fast beängstigen wie es sich anfühlt eine Autotür zu schließen, die Zivilisation hinter sich zu lassen und plötzlich zu spüren wie unendlich klein und winzig man ist. Und dann kommt das Gefühl der Freiheit.

Der Bryce Canyon war zu dieser Jahreszeit besonders schön, weil sich das rot-orange unglaublich gut mit dem Schnee machte. Am besten dick einpacken, sonst fröstelte einen davon zwischen den schmalen Gängen. In Vegas dann einfach mal nen Cosmopolitan in der Cosmopolitan Bar im Cosmopolitan Hotel trinken ;) Ansonsten Surf & Turf für alle Futterfans, weitere Touritipps spare ich mir, Gruppendynamik und Tourvorgaben schränken da die „lass uns ein nettes Restaurant finden“ Leidenschaft etwas ein. Überraschend war aber, dass wir überall in Hampton Inns übernachtet haben, was mit einer so großen Reisegruppe keine schlechte Wahl ist - man erlebt keine zauberhaften Hotelbegegnungen, aber man weiß vorab was man bekommt zu einem vernünftigen Preis. Einen Tipp habe ich dann doch noch: Sushisamba in Las Vegas für alle Sushifans - ausgepowert und entnervt nach einem Shoppingmarathon und gleichgültig was es denn jetzt zu essen geben würde, war das die beste Entdeckung!

Und am Ende hatten wir dann noch richtig Regen in San Fran, aber das muss auch mal sein <3

Ich würde es wieder machen, aber diesmal mit weniger Menschen, in einem feschen Oldtimer, die Füße seitlich aus dem Fenster, Haare im Wind, die Sonnenbrille auf der Nase und ab geht’s!


 
 

Gastfotografin Vanessa Utsch

Ich bin 25, in Deutschland geboren, arbeite seit einigen Jahren als Lifestyle Fotografin (Hochzeiten & Portraits) - 2013 habe ich mir dann den Traum erfüllt und wurde voll und ganz Fotofrau. Freunde und Verwandte sehen mich als geborene Weltenbummlerin, ich schlittre aber um ehrlich zu sein von Reise zu Reise und buche Flüge meist als völlige Spontanhandlung. Am Ende lande ich aber immer an tollen Orten und bei den schönsten Geschichten und Herzen. Bunte Städte ziehen mich immer wieder an, aber glücklich bin ich wo mir der Wind durch die Haare zaust, die Sonne aufs Gesicht scheint und ich barfuß und mit flauschigen Menschen sein kann. Im Idealfall gibt’s dazu ein bisschen Meer und gutes Futter.

Ihr könnt Vanessas Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen. 

Australia / Aline Lange

Australia / Aline Lange

California und Oregon, US / Linda Müller

California und Oregon, US / Linda Müller