You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Australien | Melina Keil

Australien | Melina Keil

ROADTRIP ROUTE DURCH AUSTRALIEN

Wir starteten unseren Roadtrip in Sydney und fuhren von dort aus an der Küste entlang Richtung Wilson Promotory National Park. Nach zwei Tagen Großstadtfeeling war der Nationalpark genau das Richtige. Denn wenn das erste mal Kängurus, Wallabys und Wombats deinen Weg kreuzen, weißt du, dass du angekommen bist.

Weiter ging es danach in Richtung Melbourne, wo wir nach einem Tag in der Stadt auf der Great Ocean Road starteten. Dieser Abschnitt war wohl der touristische Teil unserer Reise, ist aber aber absolut lohnenswert. Wenn man sich neben den zwölf Aposteln, der London Bridge und der Loch Ard Gorge noch etwas Zeit für die anderen schönen Ecken nimmt, kann es auch mal vorkommen, dass man ganz alleine durch einen schönen Regenwald läuft. Da wir meiner ehemaligen Gastfamilie einen Besuch abstatten wollten, fuhren wir weiter in Richtung Grampians. Einer meiner liebsten Nationalparks, weshalb wir hier einen Stop zum Wandern und Klettern einlegten. Von dort aus fuhren wir nur noch knapp eine Stunde zu meiner Gastfamilie, direkt beim Little Desert Nationalpark.

Als nächstes stand ein zweitägiger Trip auf die Kangaroo Island auf dem Plan, auf die man mit der Autofähre vom Cape Jervis aus gelangt. Diese kleine Insel hat einiges zu bieten und ein Besuch ist absolut empfehlenswert. Auf viele Touristen sind wir nicht gestoßen, obwohl wir damit gerechnet hatten. Wieder auf dem Festland setzten wir unseren Roadtrip weiter fort –nächster Stop: Adelaide. Ganz unbewusst haben wir den perfekten Zeitraum gewählt, denn als wir in Adelaide ankamen, fand gerade in der ganzen Stadt das Art Festival statt. Im Gegenteil zu Sydney und Melbourne ist Adelaide eher etwas kleiner und überschaubarer.

Unser Weg führte uns weiter in Richtung Quorn, dem „Tor zum Outback“, wo wir meine ehemalige Austauschpartnerin besuchten. Hier bekamen wir einen ersten Eindruck vom wilden Australien und so ging es am Nachmittag mit einem Pick-Up in die Berge um dort unter freiem Himmel ein BBQ zu machen. Unterwegs mit Freunden, umgeben von Kängurus und den letzten Sonnenstrahlen des Tages schien der Moment schon ziemlich perfekt zu sein. Der gigantische Sternenhimmel am Abend bei einer heißen Schokolade machte ihn dann tatsächlich noch viel besser. Spontan beschlossen wir, für zwei Tage ins Outback nach Coober Pedy zu fahren und danach unsere Reise an der Küste fortzusetzen.

Auf dem Weg von Port Augusta nach Norseman gab es fast nichts, außer knapp 1700 Kilometern, die wir einfach hinter uns bringen mussten. Wir nutzten die zwei Tage on the road um auf das Erlebte der letzten Tage zurück zu blicken und neue Energie für den letzten Teil unseres Roadtrips zu sammeln. Als wir in Norseman ankamen, machten wir noch einen kleinen Abstecher in den Norden nach Kalgoorlie, bevor es zur geplanten Route Richtung Esperance zurück ging.

Über Albany, Denmark und Margaret River fuhren wir nach Perth. Für diese Strecke sollte man ruhig ein paar Tage mehr einplanen, denn diese Gegend ist wunderschön. Besonders in Denmark und Margaret River hat es uns so gut gefallen, dass wir gerne länger geblieben wären.

Der Rückflug kam immer näher und so unternahmen wir noch einen letzten Inselausflug – Quokka Insel Rottnest Island. Diese süße kleine Insel erkundet man am besten mit dem Fahrrad. Wenn man mag, kann man dort auch übernachten, für uns ging es zurück nach Perth, wo wir die letzten anderthalb Tage verbrachten, unser Auto mit genau 9499 Kilometern mehr auf der Uhr zurück brachten und unsere Koffer für die Heimreise packten. In vier Wochen sind wir, an der Südküste entlang, von Sydney bis nach Perth gefahren.

BESTE REISEZEIT FÜR AUSTRALIEN

Wir waren im Februar und März unterwegs, da hört der Sommer gerade auf und der Herbst beginnt. An der Küste war es, von den Temperaturen her, meistens sehr angenehm. Wir brauchten nur selten abends etwas wärmeres zum Anziehen. Sobald wir nur ein bisschen weiter ins Landesinnere gefahren sind, wurde es gleich viel wärmer, Richtung Outback sogar knapp über vierzig Grad. Für Australiens Südküste ist Oktober bis März, meiner Meinung nach, der perfekte Reisezeitraum.

REISEBUDGET FÜR EINE AUSTRALIENREISE

Flüge nach Australien bekommt man schon ab circa achthundert Euro. Da wir aber nicht über vierzig Stunden unterwegs sein wollten, investierten wir lieber etwas mehr. Wenn man frühzeitig bucht kann man gute Gabelflüge ab eintausendeinhundert Euro bekommen. Da wir ein Auto hatten, in dem wir schlafen konnten, fielen oft nur Campingplatz-Gebühren (zwischen 5 und 35 AUD) an. Ab und zu haben wir Plätze gefunden, auf welchen man umsonst übernachten konnte.

Durch einen Austausch kannte ich noch einige Leute in Australien, bei denen wir ein paar mal übernachten konnten. Wenn wir zwischendurch gar keine Lust hatten im Auto zu schlafen, haben wir uns mal ein Motelzimmer gegönnt (je nach Region zwischen 70 und 110 AUD). Lebensmittel sind in Australien teuer, am Günstigsten ist es sich selbst zu versorgen und zum Beispiel die Grillplätze in den Parks zu nutzen. Wenn man umliegende Inseln besuchen möchte, sollte man genügend Geld für die Fähren einplanen. Die gesamte Reise hat uns pro Person circa viertausend Euro gekostet. Für Flüge, Auto, Sprit, Essen (wir sind oft essen gegangen), Fährüberfahrten, Aktivitäten (Reittour, Klettertour, Surfen, Nationalparkeintritte) sowie Hotel, Motel, Campingplätze und natürlich etwas Shopping kommt da schon einiges zusammen.

SEHNSWÜRDIGKEITEN UND AKTIVITÄTEN AN DER SÜDKÜSTE VON AUSTRALIEN

Die Great Ocean Road, wenn auch sehr touristisch, ist ein absolutes Muss! Neben der atemberaubenden Küste kann man auch durch wunderschöne Eukalyptus- und Regenwälder wandern und vielleicht sogar den einen oder anderen Koala in freier Wildbahn entdecken.

Für uns als Kletterfans waren die Grampians ein absolutes Highlight. Dort ist es nicht nur zum Klettern, sondern auch zum Wandern sehr schön. Auch einen Abstecher nach Kangaroo Island ist sehr zu empfehlen. Die teure Fährüberfahrt schreckt vielleicht davon ab, aber die kleine Insel hat viel zu bieten. Ein Tagesausflug nach Rottnest Island bietet sich auch an. Man kann an einigen Stellen wunderbar Schnorcheln, mit dem Fahrrad die Gegend erkunden und trifft oft auf die unheimlich süßen Quokkas.

INSIDER TIPPS FÜR DIE SÜDKÜSTE VON AUSTRALIEN

Auf Kangaroo Island unbedingt einen Abstecher zu Smily ins Rustic Blue machen. Eine süße Kunstgalerie mit Café und einem wunderschönen Garten. Zudem verrät Smily gerne den ein oder anderen Insel Insider Tipp.

Wer über Nacht in einem der Nationalparks bleibt, sollte am nächsten Morgen früh aufstehen um einen Morgenspaziergang zu machen, dann kann man die meisten Tiere (Koalas, Kangaroos, Wallabys, Emus...) entdecken und beobachten.

Die Breakaways im Outback in Coober Pedy sind ein Highlight beim Sonnenuntergang, das Farbspiel ist wunderschön.

GUT ZU WISSEN

In Australien sollte man nach Möglichkeit nach der Dämmerung gar nicht oder nur ganz vorsichtig Auto fahren. Der Wildwechsel darf nicht unterschätzt werden, Kängurus tauchen oft blitzschnell und unerwartet auf.

Wildcampen ist in Australien verboten und kann ganz schön teuer werden. Es gibt aber tolle Apps die Plätze raussuchen, an denen es erlaubt ist kostenfrei über Nacht zu stehen. Generell sollte man sich in Australien an die Regeln und Straßenverkerkehrsordnung halten, Verstöße sind schnell teuer. Fünf Stundenkilometer über dem erlaubten Tempo kosten beispielsweise rund 300 AUD.

Wenn man auf dem Weg ins Outback ist, immer einen Ersatzkanister dabei haben! Es gibt nichts Schlimmeres als eine rote Tanknadel, keine Tankstelle seit 250 Kilometern, noch sechzig Kilometern bis zum Ziel, Vierzig Grad und um einen herum weit und breit nichts. Das erlebt man auch einmal und nie wieder. Wer schlau genug ist erspart sich diesen Stress besser gleich. An der Küste gibt es eigentlich in regelmäßigen Abständen Tankstellen oder zumindest Hinweisschilder, wie weit es bis zur nächsten ist.

Das Wichtigste: von kleinen Pannen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Es findet sich immer eine Lösung und die Reise ist viel zu schön, um sie sich dadurch vermiesen zu lassen. Außerdem gehört so ein bisschen Abenteuer doch einfach dazu!


 
 

MELINA KEIL

Frankfurt, Deutschland

Melina ist passionierte Weltenbummlerin, Tierliebhaberin und Fotografin. Sie ist gerne draußen in der Natur, am liebsten zusammen mit ihrem Pferd oder mit der Kamera auf Entdeckungstour. Mit der Fotografie möchte sie Geschichten erzählen und Erinnerungen für die Ewigkeit schaffen.

BLOG | FACEBOOK INSTAGRAM

Nepal | Linda Müller

Nepal | Linda Müller

Marokko | Nadia Meli

Marokko | Nadia Meli