You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Chile / Verena Anne Ahrens

Chile / Verena Anne Ahrens

Chile: Backpacken durch Südamerika

Chile ist ungefähr so lang wie die Strecke von Lissabon bis Moskau. Ungefähr. Wir haben trotzdem, in knapp vier Wochen das Land durchquert, um so viel wie möglich zu sehen. Backpacker auf dem Rücken, Flugticket & Lonely Planet in der Hand und das Hostel für die ersten beiden Nächte gebucht - damit ging es los! Eine ungefähre Route hatten wir im Kopf, aber wie lange wir jeweils an einem Ort bleiben, wo wir unterkommen und was wir dort so machen - das alles hat sich erst unterwegs ergeben.

In Iquique fühlt man sich in die Zeit der Cowboys und Westernfilme versetzt, wenn man über den hölzernen Bürgersteig entlang spaziert und die schönen bunte Hausfassaden bewundert.

Die Skyline am Meer zeigt ein anderes Gesicht, hier wird schnell klar, dass der Abschnitt mit dem - für Chile ziemlich seltenen - hellen Sandstrand Surfer und Urlauber magnetisch anzieht. Wir bleiben nur eine Nacht und ziehen am nächsten Tag direkt weiter - auf in die Wüste. San Pedro liegt in der trockensten Wüste der Welt, der Atacamawüste, und ist eher ein Dorf als eine Stadt, so scheint es, mit niedrigen Lehmhäusern und sandigen, unasphaltierten Straßen. Als wir ankommen regnet es. Gewitter und Sturm in der Wüste. Wir sind semi-begeistert, kennen wir Regen doch von Zuhause und hätten gerne eine "richtige" Wüste vorgefunden. Im Hostel liegen Sandsäcke vor den Türen, die Regentonne wird stündlich ausgeleert. Am nächsten Morgen klart es wieder auf, die Sonne kommt raus. Doch schon bald ziehen in der Ferne neue Gewitterwolken auf. Wir besuchen das Mondtal „Valle de la Luna“, die Salzlagune „Laguna Cejar“ und bewundern aus der Ferne Flamingos.

Punta Arenas, Puerto Natales & Gletscher im Torres del Paine 

Die zweite Woche unserer Chile-Reise führt uns in den Süden, geographisch an das Ende der Welt. Wir fliegen von der Wüste ins Luftlinie 3.400 km entfernten Punta Arenas. Die Einwohner behaupten, den "schönsten Friedhof Südamerikas" zu haben, und selbst ohne einen Vergleich würde ich das auch behaupten. 

Mit dem Bus geht es ein paar Stunden weiter bis nach Puerto Natales, die Stadt, die als "Eingang" zum Nationalpark Torres del Paine gilt. Hier trifft man wieder mehr Touristen und findet die größte Dichte an Outdoor-Shops auf einem Fleck. Viele Backpacker machen sich auf den Weg in den Nationalpark, um dort einige Tage zu wandern und campen. Da unsere Zeit knapp ist (knapp für ein so langes Land wie Chile), entscheiden wir uns für die Tour, die uns eine Backpackerin in San Pedro empfohlen hat. Mit dem Boot geht es über den Fjord "Ultima Esperanza" zu den Gletschern Serrano und Balmaceda. Wir sehen Wasserfälle, Kormorane und suchen die Felsen nach Seelöwen ab. Am Serrano laufen wir entlang des Fjordes bis an das türkisblaue, knarzende Eis ran und trinken anschließend Whiskey mit Gletschereis.

Unterwegs durch die verschiedenen Klimazonen Chiles

Leider müssen wir nach einigen Tagen schon weiter, um die Weite Patagoniens zu Gunsten der Vulkane und Seen in Richtung Norden zu verlassen. Endlich wieder Sommersachen tragen - kurze T-Shirts und Sandalen raus aus dem Backpacker, Fleecejacke, Schal und Mütze verschwinden nach ganz unten! Pucón liegt direkt am qualmenden Vulkan Villarica und am Ufer des gleichnamigen Sees. 

Wir erkunden die Umgebung oder chillen in den Hängematten unseres Hostelgartens, genießen die Sonne und tun einfach mal zwei Tage nichts. Mit dem Nachtbus sind wir 15 Stunden später in der bunten Hafenstadt Valparaiso. Die Stadt windet sich über mehrere Hügel und ist an vielen Stellen nur über Treppen und Stufen zu erreichen. Wir verlaufen uns in den Gassen und bestaunen Graffiti-Kunst, die mittlerweile zum Weltkulturerbe gehört. Manche Hügel kann man mit einem klappernden Aufzug erklimmen, andere wiederum nur zu Fuß - und meistens weiß man nie so genau, ob die nächste Abbiegung in einem dunklen Hinterhof endet oder eine Panorama-Aussicht bietet. Die dreieinhalb Wochen sind fast um. Wir haben noch 2 Tage Aufenthalt in der Hauptstadt, die wir entspannt im Hostel genießen, bevor unser Rückflug mit Zwischenstopp in Panama City uns zurück in die Heimat bringt. 


 
 

FOTOGRAFIN VERENA AHRENS

Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Hi, ich bin Verena, ausgebildete Fotografin und damit selbständig. Am liebsten fotografiere ich Hochzeiten oder bereise fremde Länder und Kulturen - wenn sich beides verbinden lässt, bin ich absolut glücklich! Wenn mich das Fernweh packt, schnappe ich mir meinen Lieblingsmenschen und meine kleine Reise-Kamera - freu mich dann aber genauso wieder auf mein Nest Zuhause im schönen Münsterland.

Ihr könnt Verenas Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Sardinien, Italien / Julia Hofmann

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Dubai & Abu Dhabi / Sandra Marusic

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