You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Island | Sascha Hilgers

Island | Sascha Hilgers

Roadtrip Route durch Island

Für uns stand von Anfang an fest, dass wir Island mit dem Auto bereisen wollen und einen Trip über die Ringstraße machen. Gut 2000 Kilometer, nicht immer geteerte Straßen und viele windige Küstenstrecken begegneten uns dabei. Unsere Reise begann am internationalen Flughafen Keflavik, der gut 50 Kilometer von Reykjavik entfernt ist und auch spät nachts noch Autos vermietet. Von hieraus fuhren wir Richtung Norden, durchquerten die Halbinsel Snaefellsnes, von dort aus weiter Richtung Osten, um Orte wie Husavik oder Akureyri zu besuchen und später in den Süden zu fahren, vorbei an Gletschern und Wasserfällen. Eine komplette Umrundung der Insel in 12 Tagen.

Beste Reisezeit für Island

Die Auswahl der Reisezeit bestimmt in Island auch die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, welche sich vor Ort bieten. Wir sind im Mai geflogen, wodurch ein Großteil der sogenannten F-Straßen gesperrt waren. Diese führen ins Inland, mehr oder weniger in komplett unbewohnte Gebiete. Der Mai bietet teilweise noch Schnee, viel Regen und wenig Sonne. Dadurch ist er weniger stark besucht und das Land wirkt oft verlassen. Es kann passieren, dass man 3 Stunden fährt ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen.

Reisebudget für eine Island-Reise

Die Flüge für die Reise haben wir 6 Monate vorher gebucht. Dadurch konnten wir für wenig Geld - insgesamt 500€ - mit AirBerlin fliegen. Es gibt auch andere Fluglinien wie WOW die günstiger sind. Ein bisschen Komfort wollten wir uns jedoch bei 3,5 Stunden Flugzeit genehmigen.

Hinzu kamen 400€ für die Anmietung des Autos und ein ähnlicher Betrag für die Spritkosten. Unsere Unterkünfte haben wir einige Zeit vorher bei Booking.com gebucht. Diese sind verhältnismäßig teuer - jedoch bieten einige Unterkünfte atemberaubende Aussichten und unvergessliche Momente. Wir haben bevorzugt Bungalows gemietet, oft an Seen gelegen oder in z.T. winzigen Fischerdörfern.

Alles in allem haben wir pro Person fast 1.500€ ausgegeben. Besonders teuer waren die Lebensmittelpreise - 25€ für einen Miktrowellenburger sind hier keine Seltenheit. Darum unser Tipp: Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, hortet Wasser, Kekse, Cracker, Erdnussbutter und Marmeladen. Wir konnten damit 12 Tage gut leben und am Ende freut sich auch die Waage. Zum Einkaufen gibt es Bonus, vergleichbar mit einem deutschen Netto.

Sehnswürdigkeiten und Aktivitäten in Island

Das Wichtigste zuerst: Island kennt keine Grenzen. Egal, ob ihr karge und steppenähnliche Landschaften mögt, saftige Wiesen auf denen Schafe und Lämmer grasen oder raue Lavawüsten – Island bietet alles! Und wenn wir "alles" sagen, meinen wir "alles".

Snaefellsnes: Diese Halbinsel stelle sich als eine der schönsten Stellen des Landes heraus. Auch Jules Verne ließ sich hier inspirieren und wählte die Halbinsel als Schauplatz für seinen Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Snaefellsnes besticht durch Vulkane, Fjorde, goldene Strände und eine atemberaubende Berglandschaft. Ein kleines „Mini-Island“. Unbedingt besuchen sollte man Arnarstapi, welches am Fuß des Snaefellsjokull liegt, welches der erste Vulkan auf unserer Reise sein sollte. In der Umgebung von Arnastapi findet man wahnsinnig beeindruckende Küsten- und Klippengebiete.

Husavik: Der nächste Ort, der uns besonders in Erinnerung liegt, ist Husavik. Ein kleines Fischerdorf, nicht zwingend sehenswert, aber der bekannteste Ort für Whalewatching. Die Tour hatten wir vorab online gebucht, um sicher zu sein, dass wir auf jeden Fall einen Platz auf einem der wenigen Fischerboote bekommen, mit denen die Touren abgefahren werden. Diese Fischerboote, teils 40-50 Jahre alt, hatten es dank Wellengang in sich und brachten uns trotz Eiseskälte hier und da zum Schwitzen. Im Gegensatz zu anderen Passagieren wurden wir nicht seekrank. Glück gehabt. Wale zu sehen ist ein Kindheitstraum gewesen. Umso beeindruckender, wenn zum ersten Mal der Aufschrei erfolgt: "There is humpback!" Dort ist ein Buckelwal. Dieses berauschende Gefühl, wenn man zum ersten Mal das größte Säugetier auf Erden sieht, ist umwerfend. Faszination, Ehrfurcht – alles schießt durch den Kopf. Wir hatten das Glück insgesamt 9 Wale zu sehen. Mehr kann man von einer 3-stündigen Tour nicht erwarten.

Jökulsarlon: Der Jökulsarlon ist der bekannteste und größte Gletschersees Island. In der Gletscherlagune treiben Eisberge und Schollen vor sich hin, bevor sie ins Meer gespült werden und von dort wieder an den Strand. Man kann dabei zuschauen, wie das Eis schmilzt und hat einen besonderen Geruch in der Nase. Der Sandstrand mit den Einbrocken ist ein Must-See und sollte unbedingt besucht werden. Mit ein wenig Glück begegnet einem hierbei auch noch eine Robbe und auch Wale wurden schon hier gesichtet.

Insider Tipps für Island Reisende

Norden oder Süden? Man kann Island in der Tat in diese Himmelsrichtungen unterteilen. Unterscheiden sie sich doch so stark und führen dazu, dass man getrost sagen kann, welchen Teil man lieber mag. Der Süden ist ein reines Paradies voller Attraktionen: Wasserfälle, Gletscher, Eisseen, schwarze Strände, Höhlen, Lagunen und Geysire. Trotz dieses Umstands gefiel uns der Norden besser. Er wirkt gewaltiger, nicht zuletzt durch riesige Schluchten, durch die sich die größten Wasserfälle Europas peitschen. Allein die Weite und Stille ist wahnsinnig faszinierend. Fahrt in Island nicht, wie es in allen Reiseführern steht, entgegen des Uhrzeigersinns ab. Der Süden lockt mit oben genannten Attraktionen, wodurch man leider am 6. oder 7. Tag die Faszination für die Natur verliert.

Auf ihrer Reise solltet ihr unbedingt in Eyrarbakki halten und am Besten auch übernachten. Das Guesthouse Tindastóll, betrieben von Anna, einer isländischen Pferdewirtin, wird zum Geschichtserlebnis bei Tee und Lammsuppe. Anna hat ihre Farm bei einem Vulkanausbruch verloren und erzählt dies in faszinierender Weise und zeigt dabei auch gern ihre Fotoalben. Man schläft hier bei Freunden und lernt die Gewalt der isländischen Natur kennen.

Islands Besonderheiten

Island ist voller seltsamer Begebenheiten. Eine davon sind: faule Eier. Wundert Euch nicht, wenn ihr beim Duschen das Gefühl habt, aus dieser kommen faule Eier. Das Wasser auf Island wird durch die heißen Quellen erhitzt, wodurch ein Schwefelgeruch im Wasser ist. Das ganze fühlt sich auch leicht glitschig auf der Haut an. Auch gut zu wissen, dass Wetter wechselt alle 5 Minuten, so erzählen es Einheimische. Und sie haben Recht. Ein Wechsel von Regen, auf Sonne, zu Hagel passiert innerhalb von wenigen Minuten und wirft jeden Wetterbericht über Bord.

In der Fotografen Tasche

Genau wie bei Hochzeiten haben wir auf Reisen eine Canon 6D sowie ein 35mm 1.4 Sigma Art und ein 85mm 1.8 von Canon dabei. Dazu kommt eine analoge Canon-Kamera, in der immer ein Film von Kodak ist und auf dem sich ein Sigma Art 50mm 1.4 befindet. Und immer mit dabei, für den besonderen Spaß, eine Instax-Polaroid!


 
 

Fotograf Sascha Hilgers

Berlin, Deutschland

Wir sind Sascha und Leah, Paar und Hochzeitsfotografen aus Berlin. Gemeinsam bereisen wir die Welt und sind immer auf der Suche, nach neuen Abenteuern, die uns inspirieren und faszinieren. 

Ihr könnt Sascha und Leas Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.


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Hiking Trip Iceland / Quelle: Kieran Duncan  

Island Roadtrip - Kosten, Planung, Tipps / Bericht Inka Chall, Blickgewinkelt

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Island, die unvollendete Insel / Bildband, National Geographics

Gebrauchsanweisung für Island / Geschichten-Reiseführer für Island, Piper Verlag

Island Reisen / Alle Arten Island zu bereisen - auf einen Blick

Visit Iceland / Offizielle Informationen der Tourismusbehörde Islands

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