You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Isle of Skye, Schottland / Jennifer Wettig

Isle of Skye, Schottland / Jennifer Wettig

Reiseziel Schottland Fernwehosophy.jpg

Inselurlaub in schottland: Die Inneren Hebriden

Isle of Skye, meine große Liebe. Ist es zu früh, von Liebe zu sprechen? Wo ich doch gar nicht an all den Orten war, zu denen ich will? Nein, ich habe Platz für viele Lieblingsorte. Und diese Insel eroberte den ersten Platz wie im Fluge.

Drei Übernachtungen haben wir für Skye auf unserer Rundreise durch Schottland eingeplant. Drei? Das wären ja gerade mal zwei volle Tage. Kein Wunder, dass wir noch eine Nacht länger blieben - dank der liebevollen Gastgeberin im B&B Milivaig in Portree. Hach, Portree - Hauptstadt der Insel, charmant und klein. Am Anreisetag waren wir schon ziemlich platt, hatten wir doch eine recht lange Busfahrt hinter uns und ebenfalls noch einen Aufenthalt in der dortigen “Laundrette” im Hostel von Portree. Wir erkundeten dieses kleine Städtchen und fanden uns recht bald auf “The Lump” wieder. Eine Landzunge, die oben Platz für Festlichkeiten bietet und drumherum einen kleinen Wanderweg mit einer der schönsten Aussichten der ganzen Gegend bietet. Pinien, lagunenblaues Wasser und ein bisschen Gestein dazwischen. Je mehr ich darüber schreibe, desto mehr will zurück! Ach übrigens: Auch wenn Schottland generell gut mit Bussen zu durchqueren ist, ist man auf Skye ohne Auto ziemlich aufgeschmissen. Entweder man sieht nur wenige Ecken und wandert viel, oder man macht eine Tour mit. Möchte man flexibel sein, so kommt man nicht drumherum ein Auto zu mieten.

Schottland: Auf der Suche nach Fotomotiven

Am nächsten Tag hatten wir nur ein Ziel: Den Old Man of Storr. Wenn man nach interessanten Fotomotiven in Schottland sucht, muss man sich schon anstrengen, um nicht den Old Man vorgeschlagen zu bekommen. Der alte Mann ist zum Teil eine große Felsnadel, fast 50m hoch. Der Storr hingegen ist der ganze Berg, der dazu gehört. Als wir ankamen, war es eisig kalt. Die Luft war feucht, man konnte noch gar nichts sehen aufgrund des Nebels. Nebel, Felsen und Schafe. Was brauch ich mehr?

Die meisten Touristen gingen so weit, dass sie die Felsnadel sehen konnten - dann machten sie ein Foto und traten die Rückkehr an. Aber nicht mit uns! Wir erkundeten noch stundenlang den Berg und gingen Wege, die wohl keine Wanderwege mehr waren. Und als wir dann an diesem einen bestimmten Platz waren, von wo aus wir keine Menschenseele mehr sehen oder hören konnten, da machten wir Rast. Wir ruhten uns aus und beobachteten die Nebelschwaden, die nur wenige Meter vor uns aus dem Tal hinauf stiegen um die Felswand hinter uns wieder einzuhüllen. In diesem Moment war wieder all die Anstrengung vergessen und wir hätten ewig dort sitzen können.

Wandern in Schottland

Ähnlich ging es mir am nächsten Tag, als wir uns das Tal bei Sligachan zum Ziel erkoren, von welchem aus man die Cuillins - eine große Bergkette auf Skye - schön sehen konnte. An diesem Tag war es sonnig, doch der Wind war teilweise wieder ziemlich kalt. Naja was will man im Oktober auch erwarten? Vielleicht würde man Regen erwarten, aber den hatten wir nur an einem Tag von insgesamt 2 Wochen Schottland. Ja, wir hatten Glück.

Irgendwann landeten wir auf einem Felsvorsprung, direkt neben dem Seitenfluss des Sligachans und hörten dem kleinen Wasserfall zu, während wir uns von der Sonne wärmten.

Wir folgten dem Fluss, kletterten auf den Steinen mittendrin herum, während die Wolken immer weiter zu zogen. Letztendlich kehrten wir zum Sonnenuntergang zur Fußgängerbrücke über den Fluss Sligachan zurück - ich wollte ein Bild machen. Hierfür kletterte ich mit meiner kleinen Kompaktkamera und einem Gorillapod bewaffnet über die Steine, die ihr auch im Bild sehen könnt. Teilweise musste ich ziemlich große Schritte machen und hatte richtig Angst, dass ich mitsamt der Kamera gleich baden gehen würde. Doch ich schaffte es zu einer etwas größeren Plattform unterhalb der Autobrücke, von wo aus ich das besagte Bild machte. Dieses Bild liebe ich allein schon wegen dem Aufwand ;).

Die Naturwunder Schottlands

Kommen wir zum letzten und dritten Tag auf Skye. Hierfür buchten wir eine Tour, denn wir waren ja leider ohne Mietauto auf der Insel. Wir sahen so unglaublich viel an diesem Tag, doch wirklich viel Zeit hatte man dann für die einzelnen Orte auch nicht. Mein Favorit jedoch waren die Fairy Pools. Ich habe viel darüber gelesen, doch nichts hat mich auf diesen magischen Ort vorbereitet. Wasserfälle sind schön, doch die Fairy Pools haben so ein wunderschönes, klares Wasser und ausgewaschene Felsformationen, gepaart mit unsagbar schöner Natur. Wir hatten auch noch das Glück, dass sich Nebelschwaden in der Ferne vor den Bergen (übrigens wieder die Cuillins) gesammelt haben und den Bildern eben diese magische Komponente verleihen, die wir dort gespürt haben.

Und schon nach wenigen Tagen mussten wir Abschied nehmen, von wieder wunderbaren Insel. Doch ich habe ihr versprochen, dass wir wiederkehren werden - es gibt noch so viel zu entdecken.


 
 

FOTOGRAFIN JENNIFER WETTIG

Rheinland-Pfalz, Deutschland

Hallo! Mein Name ist Jennifer, doch die meisten nennen mich Jenny. Mein Beruf ist die Physik und die Fotografie meine Leidenschaft.

Mich zieht es hinaus in die Natur und am liebsten weit in die Welt hinein. Meine bisherigen Reisen sollen nur der Anfang eines ganz persönlichen Abenteuers sein.

Ihr könnt Jennifers Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Australien / Monika Ewa Kluz

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Rom, Italien / Marion & Daniel

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