You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Istanbul und Kappadokien, Türkei / Florian Schmitt

Istanbul und Kappadokien, Türkei / Florian Schmitt

Ankommen, schlafen, aufstehen und erstmal ordentlich frühstücken. Wohnen werde ich hier für eine Woche in einer WG in Besiktas. Was Essen und Barkultur angeht auf jeden Fall eine Offenbarung! 

Fototechnisch hat es mich am ersten Tag zur Erkundung in den Stadtteil Fatih verschlagen. Von der blauen Moschee aus habe ich mich Richtung Großer Basar durchgekämpft. Auf der Suche nach einem Zugangsweg um auf die Dächer über dem Basar zu kommen hat es mich in viele Hinterhöfe und Gassen geführt. Nach ca. 2,5 Stunden Suche und vielen Gesprächen hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben noch einen Weg nach Oben zu finden. Doch wie es der Zufall manchmal so will führte mich mein Weg dieses Mal in den richtigen dunklen Hinterhof. (Merke: je dunkler und uneinladender eine Location ist, desto wahrscheinlicher ist es dort auf gute Motive zu stoßen).

Nach kurzer Konversation mit einem alten Schmied und einem kleinen Trinkgeld später wurde mir mit einem großen Schlüssel eine alte Tür aufgeschlossen und ich durfte auf das Dach. Oben angekommen bot sich mir ein Rundumblick über ganz Istanbul. Danach ging es Richtung Hafen und traf dort 2 Freunde um mit ihnen noch einmal die Location aufzusuchen und dort mit Pide und Bier den Sonnenuntergang mit Blick über Istanbul zu genießen. 

Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang erreichten wir den alten Schmied und einen kurzen Aufstieg später tat sich vor uns das in rot getauchte Panorma der Stadt auf.  

Kappadokien

Mondschein, Lightbeams, Mondlandschaft, Polizei, Höhlen wie schwarze Augen, Trampelpfade, Motorroller, Heißluftballons, Steinpenise und Fotos, ganz viele Fotos… Um die vergangene Nacht gebührend in Worte zu fassen, schubse ich jetzt kurzerhand Flo von seinem Laptop weg und übernehme. Hallo! 

Unsere letzte und ereignisreichste Nacht in Göreme begann erstaunlich früh und endete erstaunlich spät. Kurz nach der Abenddämmerung packten wir schnell das Nötigste zusammen: Flo seine große Kamera sowie seine guten Ideen und ich meine weniger große Kamera sowie ebenfalls Flos Ideen. Und wir beide natürlich Bier. Im Schein der Taschenlampe ging es dann über Stock und Stein in den Göreme Nationalpark, bekannt für seine phallusartigen, ehemals bewohnten Sandsteintürme. Uns zwar bei Tage bekannt, nahm uns der Anblick nachts noch einmal aufs Neue den Atem. Ein Bier später waren die Kameras aufgestellt und die ersten Einstellungen und Spots ausprobiert: Unsere Mission: Nächtliche Langzeitbelichtungen mit Steinformationen im Vorder-­‐ und dem Sternenhimmel im Hintergrund. Ein weiteres Bier später waren die ersten erfolgreichen Aufnahmen im Kasten, doch als die Jagt durch das menschenleere, mondbeschienene Tal nach dem perfekten Bild weitergehen sollte, begannen die Felsen in der Ferne abwechselnd rot und blau aufzuleuchten – Polizei auf dem Weg zu uns!

Obwohl wir uns keiner Schuld bewusst waren, hielt sich unsere Lust auf eine nächtliche Auseinandersetzung mit türkischen Ordnungshütern in recht engen Grenzen und so schlugen wir uns kurzerhand in die Büsche. Aus unserem sicheren Versteck konnten wir dann beobachten, wie die Polizei unsere Location für zehn Minuten im Schritttempo absuchte und wieder verschwand. Zufrieden mit unseren Ergebnissen und unter den Nachwirkungen des Adrenalinstoßes machten wir uns für das erste auf den Heimweg und verliefen uns prompt. Der neue -­‐ natürlich viel bessere -­‐ Weg führte uns dann, wie sollte es morgens um drei Uhr auch anders sein, in die Hände einer Gruppe betrunkener türkischer Rentner, die uns nicht nur Kaffee verkauften, sondern uns auch einen Discount auf ihre Ballontour geben wollte -­‐ ein Angebot, dass wir nicht zuletzt aufgrund der drei leeren Rakiflaschen auf ihrem Tisch ablehnten. Außerdem wollten wir die Heißluftballons beim Starten von den Gipfeln der Berge aus fotografieren – unser letzter Stop in dieser Nacht, zu dem wir uns dann auch im Hostel angekommen per Roller aufmachten.


 
 

FOTOGRAF FLORIAN SCHMITT

Mannheim, Deutschland

Hey, mein Name ist Florian Schmitt und ich lebe, arbeite und studiere in Mannheim. Als Fotograf arbeite ich hauptsächlich in den Bereichen People & Fashion sowie der Eventdokumentation. Reisen ist seit langer Zeit eine Leidenschaft die sich perfekt mit der Fotografie verbinden lässt und meist auch den Antrieb zum entdecken unbekannter Orte darstellt.

Ihr könnt Florians Fotografie auf seinem Blog verfolgen und seine Fanpage hier besuchen.

Patagonia, Argentina / Natalia Bottacin

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Adventszeit in Innsbruck, Österreich | Belka Berlin

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