You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

La Gomera, Kanarische Inseln / Sophie Saller

La Gomera, Kanarische Inseln / Sophie Saller

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Wandern auf La Gomera

Für den Osterurlaub 2014 sollte es ein Reiseziel werden, wo es schon einigermaßen warm ist aber welches dennoch nicht zu weit weg ist, wo man gut wandern kann und wo nicht zu viele Touristen sind.  Die Kanaren lagen auf der Hand, da aber die meisten dieser Inseln doch ziemlich überlaufen sind, fiel unsere Wahl auf die zweitkleinste Insel La Gomera, die nicht einmal einen eigenen Flughafen hat. Deswegen mussten wir erst nach Teneriffa fliegen, genauer gesagt nach Los Cristianos und von dort aus dann mit der Fähre die noch fehlenden 38km nach San Sebastian de La Gomera (kann man sich sparen so als Ausflugsziel übrigens). 

Das Mietauto nahmen wir direkt am Fährhafen in Empfang und obwohl es schon spät war mussten wir noch die ganze Insel überqueren, um ins Valle Gran Rey zu gelangen. Um die Dimensionen einschätzen zu können: es sind 46km und man braucht aber in etwa eine Stunde, weil die Straßen sehr kurvig sind und man nie schneller als 60km/h fahren kann. Da es eine Vulkaninsel ist, geht es auch ziemlich auf und ab. Und ein paar Fotostops zwischendurch waren auch nötig, den Blick auf den Téide auf Teneriffa mit San Sebastian im Vordergrund zum Beispiel wollten wir uns nicht entgehen lassen. 

Das Künstlerdorf El Guru

Unser genaues Ziel war das Künstlerdorf El Guro. Dort hatten wir vorab eine wunderschöne Ferienwohnung im Internet gefunden, die für die 11 Tage unser zu Hause sein sollte. Das Valle Gran Rey ist ein (ehemaliger) Hotspot für Hippies,  Künstler und Aussteiger, bezeichnet aber eigentlich das ganze Tal, in dem eben dann die kleineren, fast zusammengewachsenen Örtchen El Guro, La Calera, La Playa und Vueltas liegen. 

Wenn wir unser Frühstück nicht auf der Terrasse unserer Ferienwohnung genossen haben, sind wir runter nach La Playa gefahren und haben es uns dort gut gehen lassen, da es wirklich nicht teuer war. Abends saßen wir oft in der Casa Maria bei Livemusik mit einem Bierchen oder an der Strandmauer, um den Feuerjongleuren und Trommlern am Strand zuzuschauen. Oder wir erfreuten uns am Sonnenuntergang mit einem Bierchen aus dem Kiosk am Eck und sahen den beeindruckenden Wellen zu, die sich an den Felsen brachen.

Wandern im Valle Gran Rey

Tja, ich bin ja kein großer Wasser/Strand/Bade-Fan, deswegen machte es mir auch nichts aus, dass es keine Sandstrände gibt, sondern meistens Kiesstrände. Da außerdem lokal Schilder auf portugiesische Galeeren (lustige, Alien-hafte aber giftige Quallen) hinwiesen, die wir dann auch immer mal wieder gestrandet auf Felsen vorfanden, beließ ich es beim Füße nassmachen.

Zum Wandern ist La Gomera aber wirklich empfehlenswert! Mal wieder war uns der passende Rother Wanderführer ein guter Ratgeber bei der Auswahl unserer Routen, die aufgrund der Inselbeschaffenheit allerdings meist ziemlich anstrengend waren, da viele Steilwände bezwungen werden mussten. Viele Ausgangspunkte liegen im Valle Gran Rey selbst, so dass man gar nicht groß mit dem Auto ausrücken musste.

Der Garajonay Nebelwald

Ein absolutes Highlight der Insel ist ihr Herzstück, der Nationalpark Garajonay, ein alter, uriger Lorbeerwald, in dem eigentlich immer der Nebel hängt. Leider ist der Wald wohl vor einigen Jahren großflächig bei einem Brand zerstört worden, so dass man sich beim Durchfahren teilweise in einer anderen Welt fühlt, aber man sieht auch gut, dass die Natur sich Stück für Stück wieder zurückkämpft. Den Gipfel und höchsten Punkt der Insel, den gleichnamigen Garajonay (1487m) sollte man übrigens unbedingt besteigen! Bei gutem Wetter hat man eine tolle Rundumsicht auf den Lorbeerwald und bis auf den Téide auf der Nachbarinsel.


 
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FOTOGRAFIN SOPHIE SALLER

München, Deutschland

Hallo, ich heiße Sophie, 31 und wohne im schönen München. Ich bin hauptberuflich Lehrerin, aber fotografiere schon seit 2006 leidenschaftlich gerne. 2014 war außerdem bereits meine 4. Saison als Hochzeitsfotografin und es macht mir wahnsinnig Spaß! Beim Wandern oder auf Reisen darf die Kamera natürlich auch nie fehlen. Mit Alaska und La Réunion habe ich mir bereits zwei Traumreisen erfüllt. Hoffentlich klappt es nächstes Jahr mit Island und bald darauf mit Neuseeland. Die Mongolei fände ich allerdings auch sehr spannend...

Ihr könnt Sophies Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Mauritius, Afrika / Dara Rakovcik

Mauritius, Afrika / Dara Rakovcik

Portugal / Erich McVey

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