You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Marokko / Marion & Daniel Geschichten von unterwegs

Marokko / Marion & Daniel Geschichten von unterwegs

Es war bereits später Abend, als wir die Medina in Marrakesch erreichten. Die Stadt pulsierte bis ins letzte Glied, plötzlich war alles bunt, laut und durcheinander, an jeder Ecke musizierten Kinder und Jugendliche mit Ihren Trommeln und Flöten, ein unbeschreibliches Gefühl.

Die Medina ist ein Labyrinth aus tausend kleinen Gassen und so wurden wir von dieser atemberaubenden Stadt aus „Tausend und eine Nacht“ schlichtweg verschluckt. Wir ließen uns treiben und lernten einige Ecken abseits der vorgefertigten Pfade für einkaufswütige Touristen kennen. Marrakesch ist übrigens auch das Winterdomizil für unsere geliebten Störche. Ihre Nester sind aneinander gereiht wie die Liegen und Schirme eines hochklassigen Privatstrandes.

Doch dies war nur der Beginn einer sehr interessanten Reise durch das südliche Marokko und es war Zeit aufzubrechen.

Der Weg nach M ́Hamid, der südlichen Eintrittspforte in die Sahara war weit und so entschlossen wir uns zu einem Aufenthalt in einer wunderschönen Oase namens Amezrou bei Zagora. Nur wenige Touristen verirren sich in diese spezielle Traumwelt zwischen den Sanddünen der Sahara, den Atlasgebirgen, den Oasen in den Tälern und den aufbrausenden, einsamen Stränden an der Atlantikküste. Jeden Morgen nahmen wir unser liebevoll zubereitetes, marokkanisches Frühstück im Palmengarten ein. Wenige Schritte hinter dem Haus gab es erste kleine Sanddünen und Dromedare, die uns einen wunderbaren Vorgeschmack auf die wahrhaftige Sahara gaben. Dann gab es den märchenhaften Palmenwald in dem wir verlassene Kashbas besichtigten.

Gut ausgeruht und gestärkt machten wir uns in einem zusammengeflickten Minibus mit 27 Insassen, Fahrer ausgeschlossen, auf die Fahrt in Richtung Wüste. Bei einem Tee planten wir unsere kommende Wüstenexkursion. Am nächsten Morgen ging es mit einem Geländewagen durch die Steinwüste, in der wir ein paar Fossilien sammelten, weiter zu den atemberaubenden Sanddünen von Erg Chegaga, die sich über fast 50km erstrecken. An Romantik kaum mehr zu übertreffen, ritten wir auf Dromedaren in den Sonnenuntergang, gefolgt von Sternegucken und dem Erscheinen der wohl größten Sternschnuppe überhaupt!

Lange vor der Morgendämmerung erklommen wir eine mittelgroße Sanddüne um den Sonnenaufgang in vollen Zügen genießen zu können. Nach dem Wüstenfrühstück im Nomadenzelt machten wir uns auf, um die höchste Sanddüne zu besteigen. Der Ausblick war absolut atemberaubend, einfach wunderschön, ruhig, weit, befreiend. Einach unbeschreiblich. Etwas das man erlebt haben sollte!

Bei so viel Sand um sich herum geht der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass doch irgendwo hinter diesen Dünen endlich das Meer beginnen muss. Doch danach sucht man vergeblich, höchstens eine Fata Morgana kann als Spiegelbild der Gedanken und der Sehnsucht nach Wasser und dem Ende der Trockenheit dienen. Also nicht weiter zögern, wir machten uns auf zum weit entfernten Atlantik nach Sidi Ifni.

Über 500 km trennten uns vom lang ersehnten Atlantik. In Marokko bedeutet das eine 2 tägige Reise durch eine spannende landschaftliche Kulisse mit noch aufregenderen Verkehrsmitteln, wie zum Beispiel einem alten Mercedes Kombi, der als Sammeltaxi fungierte und dessen Kofferraum so umgebaut wurde, dass auch dort noch einige Personen Platz nehmen konnten. Es war ein wunderschöner Tag als wir endlich die sehr südlich liegende Hafenstadt Sidi Ifni erreichten, hier wollten wir uns erst einmal erholen, um unsere bisherigen Eindrücke der Reise zu verarbeiten. Nach einem Marsch bergauf, bergab durch das Stadtzentrum, erreichten wir die Promenade und ließen uns den angenehmen, salzigen Meereswind ins Gesicht blasen.

Ganz in der Nähe sollte es ein unglaubliches Naturwunder geben, dass man durch eine 7 km lange Wanderung über den Strand erreichen konnte. Ja leichter gesagt als getan, wäre da nicht noch diese Sache mit der Ebbe und der Flut. Da wir eher gemütlich in den Tag starteten, standen wir vor der Ersten Brandung, die uns den Weg versperrte, da hier viele große Felsen ins Meer hineinragen. Ein alter Mann mit einem Esel, der an diesem Strandabschnitt in einer Höhle wohnte, warnte uns eindringlich vor „the water coming“. Also fuhren wir am nächsten Tag nach Legzira mit dem Plan auf die Ebbe zu warten und mit ihr zurückzuwandern.

Legzira ist ein absoluter Geheimtip, von der Strasse aus kann man es nicht sehen, aber es ist ein wunderschöner Strandabschnitt, es gibt nette kleine Pensionen mit Balkonen und Blick aufs Meer und Strandrestaurants. Dennoch ist diese atemberaubende Bucht noch wenig erschlossen und bei einem ausgedehntem Spaziergang kann man die beeindruckenden, vom Meer ausgespülten Felstore bewundern.

Als wir das zweite Tor passiert hatten, waren wir schon fast allein, eine riesige in das Meer hineinragende Felsformation mit einem kleinen Felstor in Richtung tosende Brandung stoppte uns. Wir harrten aus und warteten auf die Ebbe, das Wasser ging mit der Zeit leicht zurück und wurde etwas ruhiger, aber von Entwarnung war hier nicht zu sprechen. Mittlerweile waren wir ganz allein am Strand. Niemand würde es wagen, ungewiss durch das wilde Wasser zu waten, um zu sehen, was hinter der riesigen Steinwand verborgen war. Doch nachdem wir das System des Wellenganges beobachtet und einigermaßen durchschaut hatten, gab Daniel sich einen Ruck und trat durch die kleine Öffnung im Gestein hinaus in den großen „Teich“.

Als ich ihm schließlich folgte, traute ich meinen Augen kaum, auf einmal war die Luft klar, nicht mehr so dunstig wie auf der anderen Seite, der Strand war einladend und man konnte im Wasser stehen und sich vom Wellengang und der Gischt ärgern lassen. Es war einfach atemberaubend, ein wunderschöner, einsamer Strand, kein Mensch weit und breit und als wäre das nicht genug, tat sich vor unseren Augen ein weiteres riesiges Felstor auf! Leider schafften wir trotzdem nicht, die ganze Wanderung am Strand entlang, da das Meer sich nie weit genug zurückzog und es bereits begann zu dämmern.

...wir waren froh wieder im lebhaften, chaotischen und quirligen Marrakesch angekommen zu sein, hier spürt man in jeder Gasse und an jeder Ecke das orientalische Gefühl von 1001 Nacht! Diese Stadt ist immer am Trommeln und pulsieren und mit diesem Gefühl verabschiedeten wir uns erst mal aus Marokko, hoffentlich nicht für immer. 


 
 

Marion & Daniel Geschichten von unterwegs

Regensburg, Deutschland

Hallo, ich heiße Marion. Ich bin von fremden Ländern und Kulturen fasziniert. Unterwegs zu sein bedeutet für mich, glücklich zu sein und dient mir als Inspiration für meine Arbeit als Filmkünstlerin. Mit Daniel hab ich einen Partner gefunden, mit dem ich das Abenteuer Leben bestreiten kann.

Hallo, ich heisse Daniel Kempf-Seifried und lebe in meiner Wahlheimat Regensburg. Hier arbeite ich als People-Fotograf. Zusammen mit meiner Lebenspartnerin Marion erstellen wir Filme und Fotoreportagen auf Hochzeiten. Seit ich denken kann, war mein liebstes Buch der Atlas und ich träumte von exotischen Ländern. Mit 21 Jahren ging mein Traum in Erfüllung bei einem Work and Travel Aufenthalt in Australien. Der Travelbug hatte mich gebissen. Von 2009-2011 erlebte ich mein bisher grösstes Abenteuer. Eine Afrikaumrundung mit Auto, Bus, Schiff, Zug, Moped etc. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und Afrika hat wohl für alle Zeit einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

Ihr könnt Marions & Daniels Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Mexico / Hannah Gatzweiler

Mexico / Hannah Gatzweiler

Safari im Kruger Nationalpark | Belka Berlin

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