You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Namibia, Southern Africa / Katusha Grudko

Namibia, Southern Africa / Katusha Grudko

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Als unser Freund Lev 30 wurde, beschloss er ein paar Tage nach Namibia zu gehen, um zu feiern. Und einige von uns schlossen sich ihm an. Wir waren eine Gruppe von zehn Personen in drei Allradfahrzeugen. Mit dabei waren Lev, seine Eltern und sieben seiner Freunde. Wir verließen Johannesburg, Südafrika im Morgengrauen an einem Freitag und fuhren die zehn Stunden und 800 Kilometer zu Uppington an einem Tag. 

Die Reise war unser Ziel. Ein Roadtrip, bei dem wir insgesamt 4700 Kilometer in neun Tagen hinter uns brachten.

Von Uppington aus überquerten wir die Grenze nach Namibia. Unser erster Halt war Ai Ais, ein Resort, das ein bisschen an die Flintstones erinnerte und an einer natürlichen Quelle liegt. Auf dem Weg nach Lüderitz, fühlten wir uns plötzlich mitten in Namibia. Die alten, baufälligen Autos an den Straßenseiten, der blaugrüne Himmel und die seichten Wolken im Kontrast zu den hellen Farben der Häuser. Man merkte sofort, dass die Einheimischen hier ganz andere Charakterzüge haben als in Südafrika, der Einfluss der Koi San ist in ihrer Hautfarbe und den Strukturen der Haut zu erkennen. 

Auf dem Weg nach Lüderitz hielten wir am Fish River Canyon. Ein Anblick, der so schön und anmutend wirkt, vor allem hinterher - auf den Bildern. Hier bemerkte ich zum ersten Mal, wie die Landschaft sich in Sanddünen verwandelte.

Wir hielten an der Canon Road House, einem Restaurant gefüllt mit Autos und Auto Utensilien. Bis hin zu den Blumenbeeten ist hier alles voller Autoteile. Man könnte hier den ganzen Tag verweilen und würde sich garantiert nicht langweilen!

Die nächste Station war Shark Island, Lüderitz. Es war nachmittags und sehr nebelig, als wir in unser Lager einfuhren, der nächste Morgen war jedoch wieder heiß und sonnig. Wir machten uns auf den Weg nach Kolmanskop, einer seit 1954 verlassene Diamantenabbau Gemeinschaft. Die Häuser sind unberührt blieben und wurden über die Jahre von innen ausgehöhlt, weshalb sie nun voller Sand sind. Viele der berühmten Fotografien aus Namibia sind an diesem Ort entstanden.

Zum Mittagessen fuhren wir an den Strand und bastelten uns am Nachmittag Vuvuzelas aus Seetang. Wir hatten unglaublich viel Spaß. Weil wir so nah am Ozean waren, bekamen wir Meerestiere wie Austern und Krebse zu erstaunlichen Preisen. Während wir an der Oyster Farm warteten, machten wir Fotos von uns selbst durch die Rückspiegel unserer Autos – wie herrlich man sich beschäftigen kann, wenn man im Urlaub ist!

Eine der Attraktionen von Namibia sind die Wildpferde, die seit Hunderten von Jahren hier frei herumgaloppieren. Es gibt viele Geschichten über ihre Herkunft, keiner weiß genau, wie die Pferde hierher kamen. Man findet sie in der Nähe von Lüderitz, wo sie Gebiete von über 100 Kilometern bewohnen. Um ihre Energie sparsam einzusetzen, liegen sie die meiste Zeit herum, denn Ressourcen wie Wasser und Nahrung sind in dieser trockenen Wüste knapp und manchmal schwer zu erreichen. 

Der Grund, warum ich nach Namibia reisen wollte, waren die Sanddünen in Soussusvlei. Diese Dünen haben mich schon immer begeistert und ich musste sie einfach mit meinen eigenen Augen sehen. Wir kletterten auf die Düne 45, die bekannteste Düne in Namibia. Die Düne wurde so genannt, weil sie genau 45 Kilometer entlang der Straße von Sesriem Gate zu Sossusvlei liegt. Man kann sie entweder ganz früh oder spät erklimmen, wenn die Sonne einen Schatten auf der einen Seite der Dünen wirft. Wir kamen kurz vor der Dämmerung an und kletterten an die Spitze, um den Sonnenaufgang zu sehen. Die Sonne hing gerade über dem Horizont, als wir uns an der Spitze der Düne auf den kalten Sand setzten. Soussusvlei ist auch als das namibische Dünenmeer bekannt, hier gibt es nicht nur Hunderte von schönen Dünen, sondern auch das Wunder Deadvlei. Dies ist ein Tal in der Mitte der größten Sanddünen in Namibia. Es wurde durch Regenfälle gebildet, als der Tsauchab Fluss durch eien Überschwemmung zum temporären flachen Becken wurde, wo im Wasser überlebende Kameldornbäume wuchsen. Als sich das Klima änderte und die Dürre diese Gegend hart traf, fielen Sanddünen in die Wanne und blockierten den Flusszugang. Der Mangel an Wasser lies die Bäume absterben und hinterliess die Skelette der Bäume, die vermutlich 900 Jahre alt sind. Sie sind von der Sonne versengt worden und ganz schwarz, das Holz zersetzt sich allerdings nicht, weil es so trocken ist.

Spießböcke leben frei in Namibia und man sieht sie überall, auf dem offenen Land, auf der Seite der Straße und auf einigen Campingplätzen.

 ‚Moon Landscape’ war ein weiterer unheimlicher Ort, es sieht hier wirklich so aus wie auf dem Mond! 

 Unsere letzte Station in Namibia war Bloedkoppie. Ein riesiger Felsen, der an Ayers Rock in Australien erinnert. Nur ist er hellbraun statt rot. Hier kann man am Fuße des Felsens campen. Es gibt viele Köcherbäume, die man wunderbar fotografieren kann. Von hier fuhren wir zu einem Felsbogen und machten vor Ort mit unserer Turnerin Fotos.

Trotz der langen Tage konnten wir auf dieser Reise nicht alles sehen, was man auf dem Weg hätte entdecken können. Die zwei Wochen waren sehr voll und ich werde sicherlich noch einmal herkommen an die wunderbare Skeleton Coast. 

Tipps:

  •  Sonnencreme und Hüte, die ganze Zeit über!. Es kannum 10 Uhr schon 40 Grad Celsius werden
  • Einen leichten Hoodie mit langen Armen, der euch vor der Sonne schützt, aber nicht zu warm ist
  • Kanister mit Wasser gefüllt. Und habt immer einen Ersatzkanister mit Benzin dabei!
  • Reist, wenn möglich immer im Konvoi, ihr könnt an jeder beliebigen Stelle stecken bleiben, auch in einem 4x4.
  • Wir kauften SIM-Karten in Namibia, aber konnten sie nie zum Laufen zu bringen. Radios sind die beste Form der Kommunikation zwischen den Autos.
  • Ein Kühlschrank fürs Auto (meistens gibt es Stecker dafür), sonst könnt ihr eure Nahrungsmittel nicht kalt halten.
  • Tagsüber ist die Hitze unerträglich und nachts ist es eisig kalt (vor allem in den Küstenstädten), seid auf beide Extreme vorbereitet und kleidet euch in Schichten.

 
 

FOTOGRAFIN KATUSHA GRUDKO

Johannesburg, Südafrika

Kat Grudko ist ein junge Designerin und wurde autodidaktisch Mode- und Lifestyle-Fotografin. Sie fühlte sich schnell uninspiriert vor der Kamera und fand sich bald besser auf der anderen Seite der Linse zurecht. Sie nähert sich ihren Jobs durch die Linse und fotografiert leidenschaftlich, natürliche und ungestellte Momente. Sie erstellt zeitlose Bilder, die Veränderungen festhalten.

Ihr könnt Katusha's Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen. 

Ecuador, South America / Oliver Ostermeyer

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Scotland / Christian Biemann

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