You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Neuseeland / Alexandra Kasper

Neuseeland / Alexandra Kasper

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Neuseeland mit dem Camper entdecken

Neuseeland, ein wahres Wunder. Ohne jemals da gewesen zu sein, hat mich dieses Land schon seit langer Zeit fasziniert. Ich habe mir vorgestellt wie mich all die wunderschönen Landschaften verzaubern und staunen lassen, wie ich durch magische Wälder spaziere, wie ich mir an atemberaubenden Stränden den Wind durch die Haare wehen lasse, das Salz und den Sand auf meiner Haut spüre und mich einfach frei, glücklich und dankbar fühle. Und dann ist man da und realisiert, dass es sogar noch viel schöner ist als man sich je hätte erträumen können. 

Nach sechs überwältigenden Wochen in denen wir ungefähr 7000 Kilometer mit unserem Camper gefahren sind, um die 300 Brücken passiert, etwa 80 Schotterstrassen erkundet, 6000 Schafe, 2000 Kühe und 50 wilde Pferde gezählt, bestimmt 5kg Erdbeeren genascht und unzählige mystische Bäume bestaunt haben, möchte ich Euch mitnehmen zu meinen persönlichen Lieblingsplätzen in Neuseeland.

Nach einem ausgiebigen Frühstück und Sonntagsspaziergang durch Devonport bei dem wir die erste Frühlingssonne und den Ausblick auf Auckland genießen, geht’s los Richtung Norden, nehmt Platz in unserem Camper und lasst uns ein Land voller Wunder und Schönheit entdecken. 
Unser Weg führt uns vorbei an der Gegend Bay of Islands, wir fahren immer wieder links und rechts raus und entdecken einsame Strände und Wanderwege mit wunderschönem Blick über die vielen Buchten. Angekommen in Far North, sind wir überwältigt von der Schönheit der Natur. Der lange Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Wir schlafen auf einem Campingplatz direkt am Meer und morgens stehen wir mit unserer Tasse Kaffee am nördlichsten Punkt Neuseelands am Cape Reinga und blicken auf das weite Meer und in eine atemberaubende Bucht.

Abendteuer Neuseeland

Diese Weite und Schönheit der Natur, wir fühlen uns so unglaublich frei und dankbar. Nun stürzen wir uns in ein kleines Abenteuer: Wir fahren der Westküste die ersten 90 Kilometer am Strand entlang, nach erstem Herzklopfen merken wir, dass der Sand fest genug ist und wir der Spur eines erfahrenen Fahrers folgen können. Wir drehen die Musik an und genießen das Gefühl der Freiheit! Nichts außer Sand, Weite, und Wasser ist um uns!

Unser nächstes Ziel ist Raglan, dort angekommen gönnen wir uns einen Kaffee im The Shak, schreiben nostalgisch Postkarten an unsere Liebsten und entdecken den bezaubernden vintage Laden Three Little Birds. Wir kaufen eine handgefertigte Kette mit der Aufschrift „free and wild“ als Erinnerung an diese Zeit in der Ferne. Dann stellen wir unseren Camper so ab, dass wir den schönen Küstenabschnitt gut sehen können, kochen und genießen unser Mittagsessen in der ersten Frühlingssonne. Am Nachmittag spazieren wir am endlosen Strand entlang und beobachten die lokalen Surfer und Reiter. Auf dem Weg Richtung Süden erkunden wir ein paar Tage den Tongariro-Nationalpark, hier befinden sich die aktivsten Vulkane des Landes. Auf dem Mount Ruapehu sind wir vom Ausblick auf die raue und karge Landschaft begeistert. Wir bleiben noch ein paar Nächte am, fast unrealistisch blauen, Lake Taupo und erkunden das vulkanisch aktive Gebiet um Rotorua.

Neuseeländische Nationalparks, Fjorde und wanderwege

Nachdem wir mit unserem Camper mit der Fähre durch eindruckende Fjorde auf die Südinsel gebracht wurden, verbringen wir einige Tage im Abel Tasman National Park. Wir wandern stundelang über schmale Wege, die uns durch die malerische Landschaft führen. Wir genießen den ständigen Blick aufs blaue Meer, lassen uns von den magischen Wäldern verzaubern und fühlen die grenzenlose Freiheit. Durch das Leben im Camper sind wir der Natur so nahe und wir spüren wie wenig man eigentlich braucht um glücklich zu sein. Dann ist unser nächstes Ziel die Golden Bay und wir entdecken unseren bisher absoluten Lieblingsstrand Wharariki Beach. Gut, dass wir hier in der Nähe einen Campingplatz gefunden haben, so können wir zum Sonnenuntergang noch mal zurück zum Strand. Kurz bevor wir gehen wollen, sehen wir noch einen Seehund an Land kommen! Was für eine Freude. Morgens werden wir von den frei laufenden Pferden auf dem Campingplatz geweckt und frühstücken am Strand.

Geheimtipps Neuseeland

Und weil es die kleinen Dinge im Leben sind, die so schön sind, verbringen wir ein paar Stunden in Takaka und entdecken das The Bread Shed. Wir können unseren Augen nicht trauen: Deutsches Brot! Und wie es duftet! Und dazu bietet das Café selbst gerösteten Kaffee und frisch gebackenen Kuchen an, und das auf wunderschönem handgefertigtem Geschirr vom lokalen Töpfer serviert.

Wir sind überglücklich.


Nachdem wir nun schon öfter gefragt wurden, ob wir schon bei den Te Waikoropupū Springs (kurz Pupu Springs) waren, ist das unser nächstes Ziel und nun wissen wir auch warum. Nach einem zwanzig Minuten Spaziergang durch ein Waldstück sehen wir so klares Wasser wie noch nie in unserem Leben. Gut, dass wir das nicht ausgelassen haben. Nach einer Nacht am Tata Beach lassen wir den Tag gemütlich beginnen und genießen erstmal einen Kaffee auf dem Espresso Ship bevor es los an die Westküste geht. Ganz besonders gefällt uns die Gegend um Haast, hier gibt es unzählige Wälder mit mystischen Bäumen und einen wunderschönen Strand. Hier kann man gut mehrere Tage verbringen.

An einem verregneten Nachmittag fahren wir in die Jackson Bay und entdecken zufällig das wohl beste Fish & Chips Restaurant des Landes. Wir haben Glück, unsere Bestellung wird noch aufgenommen obwohl es eigentlich schon zu spät ist, denn das Cray Pot schließt schon um halb fünf. Wir sitzen in unserem Camper an der rauen Küste, hören dem Regen zu wie er an die Scheibe donnert, beobachten die hohen Wellen und lächeln einfach. 

Die Ostküste Neuseelands

Da wir auch noch die Ostküste der Insel sehen wollen, kommen wir an der Gegend rund um den Lake Hawea und Lake Wanaka vorbei. Wir hatten bisher nichts darüber gehört und sind deshalb umso überraschter. Die Landschaft ist hier wieder ganz besonders mystisch! Berge, die sich in den Seen spiegeln und jede Menge Bäume. Wir genießen jede Minute der Fahrt und bleiben ganz oft stehen um die Natur zu bestaunen. Zum Glück können wir auch hier direkt am See übernachten und die Stimmung am frühen morgen genießen, wenn sich langsam der Nebel über dem See erhebet und die ersten Sonnenstrahlen die Natur zum leuchten bringen.

An der Ostküste angekommen sind wir begeistert von den vielen unterschiedlichen Blautönen des Wassers, wir sehen unzählige Delfine und Seelöwen. Ganz besonderes die Otago Pensinsula hat es uns angetan mit ihren vielen einsamen Wanderwegen und Buchten, insbesondere die Sandfly Bay ist ein Ort unglaublicher Schönheit und abends kann man hier Seehunde beobachten. Wir besuchen den Kaka Point, gehen zum Leuchtturm, blicken auf das weite Meer und beobachten Seehundfamilien.

Als nächstes besuchen wir den Mount Cook National Park, wir verbringen hier mehrere Tage mit eindrucksvollen Wanderungen und erkunden die karge Landschaft rund um den Lake Tekapo. Eines Abends, kurz vor Sonnenuntergang, wandern wir auf den Mount John, hier befindet sich auch eine Sternwarte. Wir können unseren Augen nicht trauen und sind unendlich dankbar für diesen Moment. Wir liegen noch stundelang im Gras und blicken in einen wunderschönen Sternenhimmel.

Wir sind überwältigt, die Landschaft glitzert im Abendlicht und sobald es dunkel ist kommt ein Himmel voller Sterne zum Vorschein, wie wir es noch nie gesehen haben.

die weiten neuseelands

Angekommen in Christchurch, verbringen wir einen Tag in dieser von Erdebeben geplagten Stadt. Der Anblick leerer, zerstörter Häuser und Denkmäler macht uns traurig. Aber gleichzeitig spüren wir auch die positive Energie und den Willen der Menschen, diese Stadt wieder aufbauen und zum Leben zu erwecken. Unsere letzten Tage genießen wir auf der Halbinsel Bank Peninsula. Wir erkunden die unzähligen Buchten und lassen die Zeit hier in Neuseeland noch mal auf uns wirken. So viel Schönes und Einmaliges haben wir hier gesehen und erlebt, und so viel gefühlt haben wir hier. Auch haben wir uns an das Camperleben in der Natur und an die Freiheit gewöhnt. Der Abschied fällt sehr schwer. Neuseeland, Du bist ein wahres Wunder. Wir werden Deine Weiten, Unberührtheit, Ruhe und überwältigende Natur vermissen und hoffen auf ein Wiedersehen. 


 
 

Fotografin Alexandra Kasper

München, Deutschland

Hach, in meiner Brust schlagen zwei Herzen: Ich liebe es in meiner Heimat München mit meinem Fahrrad all die schönen, kleinen Dinge (wied er) zu entdecken, Cappuccino und frisch gebackenen Kuchen in meinem Lieblingscafé zu genieß en oder am Ammersee ausgiebige Spaziergänge mit Freunden zu machen. Immer wieder packt mich dann aber die Reiselust und dann möchte ich mit einem Camper raue Küsten erkund en, mich in wilde Meere stürzen, durch magische Wälder wandern, fremde Städte entdec ken und einfach die große, weite Welt spüren. Ob nah oder fern: Menschen und Orte zu entdecken ist das was mich antreibt und meine Fotografie inspiriert.

Ihr könnt Alexandras Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Venedig, Italien / Mladen Panic

Venedig, Italien / Mladen Panic

Australien / Monika Ewa Kluz

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