You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Neuseeland / Isabel Sacher

Neuseeland / Isabel Sacher

UNTERWEGS IN NEUSEELAND

5513 km. 28 verschiedene Duschen. 3 Wespenstiche und die grosse, unendliche Liebe zum Meer. Wir haben unser Herz in Neuseeland verloren und ich wünsche jedem Einzelnen einmal im Leben die Gelegenheit zu haben, solch eine Reise zu machen. 

Reisezeit für Neuseeland

In jedem Reiseführer dieser Welt steht vermutlich, dass Dezember bis Februar die beste Reisezeit ist. Das mag auch auf die Temperaturen zutreffen, doch im März hat man viele Orte für sich, man muss keinen Campingplatz vorreservieren und trotzdem liegen die Temperaturen noch um die 25 Grad. Weniger als vier Wochen zu reisen, macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, besser man nimmt sich sogar sechs oder noch besser acht Wochen Zeit um sich auch einmal treiben lassen zu können. Denn genau das macht das Land aus.

Reisekosten in Neuseeland

Man kann sicher noch günstiger reisen als wir. Wir hatten einen sehr günstigen Wicked Camper im Vergleich zu einem „richtigen“ Camper, dafür haben wir viel Geld in Ausflüge investiert. Richtig sparen kann man, wenn man selbst kocht, am besten am Strand.

Aktivitäten und Sehenswertes in Neuseeland

Eine TOP 3 Liste zu nennen ist wirklich schwierig. Aber wenn ich mich festlegen müsste, dann wäre der Ninety Mile Beach mein absolutes Highlight, gefolgt von Kaikoura und unserem Rundflug mit Wings over Whales und der Tongariro National Park, in dem man Tage in völliger Abgeschiedenheit verbringen kann.

Insider Tipps für Neuseeland

Der Rhythmus des Tages ist ein ganz anderer, die Menschen sind fröhlich und unglaublich hilfsbereit. Ein mitteleuropäischer Geist ist schnell überfordert, wenn der scheinbar verkautzte Tankstellenwart mitten im Nirgendwo fröhlich plappert über seine Jugend, tolle Camp Grounds in der Nähe und die Abenteuer, die da draussen warten. Mit unserem Camper waren wir natürlich überall gleich Gesprächsthema.

ROADTRIP DURCH NEUSEELAND - DIE REISEROUTE

Nach 24 Stunden Reisezeit mit Zwischenlandung in Singapur durften wir die ersten Nächte bei lieben Freunden übernachten und waren sofort verliebt in die Kultur, die Menschen und das Land. Von Auckland aus ging es mit dem „Minionator“ zunächst in den äusserten Norden mit Zwischenstopps in Bayleys Beach und Ahipara nach Cape Reinga, wo die Tasmanische See und der Pazifik in einer magischen Art und Weise aufeinander treffen. Zurück ging es herunter von der Halbinsel über den Ninety Mile Beach. Ihr solltet unbedingt im Vorfeld einen Allrad Camper mieten, Musik voll aufdrehen und sich den Wind um die Nase wehen lassen, ach ja und auf die Verbote der Camper Vermietung pfeifen! In der Bay of Island sollte man sich auf keinen Fall eine Bootstour entgehen lassen, um eine der vielen Delfinschulen zu treffen.

Nach einer weiteren Nacht in Paihia fuhren wir die längste Strecke mit kurzem Zwischenhalt in Auckland direkt nach Coromandel. Hier sucht man sich am besten einen Campingplatz in vorderer Reihe und geniesst den Sonnenuntergang über dem Meer. Wer zur Cathedrale Cove wandert, sollte den weiteren Weg nehmen, um in den Genuss der atemberaubenden Aussicht zu kommen. Am berühmten und völlig überlaufenen Hot Water Beach sind wir schnurstraks vorbei gefahren weiter nach Tauranga und Ohope Beach, einem der schönsten Strände des ganzen Landes. Von Whakatane aus hatten wir die Gelegenheit nach White Island auf einen aktiven Vulkan, 50km vor der Küste zu reisen. Wow, das muss man einfach einmal im Leben gesehen haben! 

Zurück auf der Nordinsel fuhren wir weiter ins Landesinnere nach Rotorua, ins geothermische Herz der Insel und von dort weiter an den Lake Taupo. Nach einem Brunch im Storehouse Taupo entschieden wir uns für den weniger befahrenen Highway durch den Tongariro National Park, natürlich inklusive Abstecher nach Mordor!

Und von Wellington aus ging es dann mit der Fähre auf die Südinsel, erster Halt hier war Havelock, ein zuckersüsses Fischerdorf, in dem es die wohl besten Muscheln der Insel zu essen gibt. (Einfach auf dem Campingplatz danach fragen!) Nach Marahau ist es nur wenige Stunden zu fahren und man ist am Tor zum Abel Tasman National Park. Wer will, wandert bis zu 7 Tage und wer faul ist und trotzdem die Schönheit des Parks sehen möchte, fährt Wasser Taxi!

Eigentlich hatten wir geplant von dort aus wieder an die Ostküste zu fahren, doch trieben uns die Regenwolken vor sich her weiter hinunter an der Westküste. Oh West Coast, Baby! Und diese rauhe Seite der Insel ist es absolut wert besucht zu werden. Die Sonnenuntergänge sind unfassbar schön, die Küste ist rau und das Land verschlafen. Über den Arthur’s Pass fuhren wir einmal quer durchs Land in Richtung Christchurch und von dort noch weiter in den Süden nach Dunedin. Dort sollte man sicher genügend Zeit einplanen für einen oder mehrere Ausflüge zum Tunnel Beach und auf die Otago Peninsula, vielleicht sogar mit einer Tour bei „Natures Wonders“.  

Von dort aus sind wir direkt nach Manapouri und von dort aus haben wir eine Tagestour unternommen über den Lake Manapouri und weiter bis zum Doubtful Sound. Unberührte Natur, nur wenige Schiffe und ein Stück Frieden, darum sollte man diesen dem Milford Sound vorziehen. Zurück auf dem Festland fuhren wir wieder in Richtung Nordosten vorbei an Bergen und Seen, mit Zwischenstops in Kingston, Queenstown und Wanaka zum Lake Tekapo. Zurück in Christchurch entschieden wir uns doch noch für einen 2 Tages Ausflug nach Kaikoura, mittlerweile war das Wetter an der Ostküste auch besser und es stellt sich heraus, dass dies eine der besten Entscheidungen war. Statt einem typischen Bootsausflug stiegen wir eine Propellermaschine und wurden mit der besten Sicht auf hunderte Delfine und die wunderschöne Küste belohnt. Auch, wenn es keine Wale zu sehen gab, hat sich der Rundflug mehr als gelohnt.

FAZIT

Jeder, der im Leben die Gelegenheit hat, sei es finanziell oder zeitlich, der sollte unbedingt eine solche Reise machen. Denn es ist viel mehr als einfach nur ein Urlaub. Neuseeland verändert einen. Die eigenen Grenzen und die eigenen Möglichkeiten wurden mir nirgends auf dieser Welt mehr bewusst als an der Westküste der Südinsel und in den Weiten des Tongariro Nationalparkes.

Fotoequipement für die Reise nach Neuseeland

Zugegebenermassen reise ich nicht mit leichtem Equipment, meine 5D Mark III ist immer dabei, genau wie meine allerliebste Lieblingslinse 50mm 1.2. In Neuseeland war ich mit der günstigeren und leichteren Variante 1.4 und zusätzlich dem 28mm 1.8 unterwegs.


 
 

Fotografin Isabel Sacher

Luzern, Schweiz

In meinem Leben gab es einige Umwege, doch heute bin ich froh, denn sie haben mich genau dorthin gebracht, wo ich heute bin. Ich bin leidenschaftliche Hochzeitsfotografin und mit den Gedanken immer schon auf der nächsten Reise.

Ihr könnt Isabels Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.


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