You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Norwegen, Skandinavien / Ve Wolff

Norwegen, Skandinavien / Ve Wolff

Mit dem Auto durch Westnorwegen 

Wir haben einen Roadtrip von mehr als 2000 km durch Westnorwegen gemacht. Wir sind mit dem Auto an das nördliche Ende von Dänemark gefahren, nach Hirtshals, und haben von dort aus die Fähre nach Larvik, Norwegen, genommen. Zwei Tage haben wir in Oslo verbracht, die Fotos und Geschichte dazu, gibt es im FernwehO Mag „Der Norden“ zu sehen. Von Oslo sind wir Richtung Norden gestartet und bis nach Ålesund gefahren. Das Zentrum Ålesunds ist vom Jugendstil geprägt. Von dort aus ging es durch Norwegens Fjordwelt: Wir sind den Trollstigen hinauf gefahren, haben den Geirangerfjord besucht, sind im Sognefjord geschwommen, und sind weiter über Røldal nach Stavanger gefahren. Von Stavanger aus ging es an der Küste entlang über Mandal und Kristiansand zurück nach Larvik.  [ Norwegen Route auf der Karte anschauen ]

Reisezeit NORWEGEN 

Wir haben Norwegen im Juli besucht, also genau in der Hauptsaison. Es war toll, wir hatten unglaubliches Glück und hatten 14 Tage Sonne pur, unterbrochen von ein paar Regenstunden. Im Sommer ist natürlich die Chance auf gutes Wetter höher, aber es sind auch mehr Touristen unterwegs, vor allem auch wegen der Kreuzfahrtschiffe. Auch wenn wir in der Hauptsaison da waren, war es vollkommen in Ordnung, an den ganz bekannten Orten, wie beispielsweise dem Preikestolen oder dem Trollstigen, war natürlich deutlich mehr los. Doch gerade wenn man mit dem Auto unterwegs ist und nicht nur die bekannten Orte anfährt, erlebt man viele tolle Orte mit nur wenigen anderen Besuchern.

ReiseKosten NORWEGEN 

Norwegen ist ein sehr teures Land. Wir sind mit 800 Euro pro Person für 14 Tage somit sehr günstig gereist. Dabei sind Fähre, Benzin, Campingplätze und Essen inbegriffen. Da wir ein eigenes Auto hatten, haben wir viele Grundnahrungsmittel mitgenommen. Zudem haben wir gezeltet, Campingplätze sind in Norwegen nicht sehr teuer, daher ist Camping eine gute Möglichkeit Geld zu sparen. Wer ein wenig Abenteuerlust im Blut hat, darf in Norwegen auch Wildcampen, das in den skandinavischen Ländern erlaubt ist. Dies ist das eine weitere Alternative Geld zu sparen und natürlich eine schöne Möglichkeit der Natur noch näher zu sein.

Schwimmen in Norwegens Fjorden

Norwegen fasziniert vor allem durch seine wilde Natur und Vielfältigkeit. Wir haben allein an einem Tag unter einem Wasserfall gebadet, eine Bootstour über einen Fjord gemacht, sind auf über 1400 m gefahren, anschließend ins Tal, kurz darauf wieder auf über 1000 m, wo ich in Sommerkleidung bei 20 Grad im Schnee stand und einen Gletscher aus der Ferne sehen konnte. Zum Abschluss des Tages sind wir bei 30 Grad in einem Fjord mit strahlend blauem Wasser schwimmen gegangen. 

Es gibt Landschaften in Norwegen, die an die Weite Kanadas erinnern, Fjorde mit Obstplantagen, die einen an Norditalien denken lassen und kurz darauf sieht es ein wenig aus wie in einem Western. In manchen Momenten hat man das Gefühl in einer Fantasiewelt gelandet zu sein und wartet nur darauf einen Troll oder eine Elfe zwischen den moosbewachsenen Felsen zu erspähen.

Must See: Ålesund, der Trollstigen & der Geirangerfjord

Der Aussichtspunkt Aksla und Fjellstua in Ålesund ist ein schöner Ort um den Abend ausklingen zu lassen. Von dort oben hat man einen sagenhaften Blick über Ålesund und die umliegenden Inseln. Wir saßen an einem Abend am Aussichtspunkt auf den Felsen und warteten bis die Sonne unterging. Die Landschaft war in goldgelbes Licht getaucht, es war zauberhaft! Anschließend sind wir noch im Dämmerlicht über die vielen kleinen Inseln gefahren, es war eine surreale Welt. 

Der Trollstigen zählt zu den Orten, die mich am meisten beeindruckt haben. Der Trollstigen, was auf norwegisch soviel wie Trollleister bedeutet, ist eine Bergstraße, die sich in 11 Haarnadelkurven den Berg hinauf schlängelt und dabei eine Höhendifferenz von 405 m überwindet. Oben gibt es eine Aussichtsplattform von der man einen wunderschönen Blick über das Tal hat, sofern gutes Wetter ist. Solltet ihr den Trollstigen besuchen und von unten heran fahren, macht Halt auf dem Parkplatz bevor es den Berg hinauf geht. Es führen ein paar kleine Trampelpfade weiter hinunter zum Fluss, dort gibt es eine kleine Hängebrücke und man kann sich viele kleinere Wasserfälle aus der Nähe ansehen.

Der Geirangerfjord war ein weiterer Ort, an den ich mich gerne erinnere. Geiranger ist ein kleiner Ort, an dem viele Kreuzfahrtschiffe anlegen, daher sollte man nach Möglichkeit versuchen, den Ort an einem Tag zu besuchen, an dem kein Schiff anlegt. Wir haben auf einem Campingplatz direkt am Wasser gezeltet, es war toll! Ich empfehle euch eine Bootstour durch den Fjord zu machen, es war eins der schönsten Erlebnisse in Norwegen! Man kann auch Kanus leihen und selbst auf dem Fjord herum paddeln. Sofern man ein Auto hat ist auch der Aussichtspunkt Dalsnibba einen Besuch wert, dort man steht in 1476 m Höhe in einer Landschaft aus rauen Felsen, die an eine Mondlandschaft erinnern, und hat Blick über die schneebedeckten Gipfel der umliegenden Berge, auf die Straßen, die sich weiter unten durch die Berge schlängeln und auf den Fjord mit seinem blauem Wasser und grünen Wiesen.

INSIDER TIPPS Norwegen

Norwegen hat mich mit seiner Natur verzaubert: rauschende Wasserfälle, blau-türkisfarbenes Wasser, grüne Wälder und Wiesen mit Moos und Farn, raue Felsen und endlose Straßen. Das Lebensgefühl spürt man bei einer Fahrt durch Westnorwegen am besten. In einem einsamen Fjord anhalten und der Stille lauschen, zur Abkühlung die Füße in eiskaltes Gletscherwasser tauchen oder auf einer Hochebene halten und den Blick über die weite, hügelige Landschaft aus Sträuchern, Moosen und Flechten schweifen lassen.

Auf einem Rastplatz haben wir ein junges Paar aus Deutschland getroffen, das bei mir in der Nähe wohnt. Wir sind ins Gespräch gekommen und sie erzählten uns, dass sie von einem Schweden die Straße 55, empfohlen bekamen. Er sagte, dass er bereits seit 20 Jahren immer wieder diese eine Straße entlang fährt. Diese Empfehlung war goldwert! Ein Teil der Straße ist die Landschaftsroute Sognefjellet, dem höchsten Gebirgspass Europas. Die Route führt von Lom nach Gaupne, vorbei an beeindruckenden Berglandschaften. Auf dem Weg fährt man durch den Jotunheimen Nationalpark und am Sognefjord entlang, dem zweitlängsten und tiefsten Fjord der Welt. Außerdem gibt es auf der Strecke tolle Rastplätze mit Panoramablick.

Meine Foto Ausrüstung Auf Reisen

Ich habe versucht, mich auf wenig Equipment zu beschränken. Im Gepäck hatte ich meine Canon EOS 5D Mark II und das Objektiv 24-70mm 1:2.8L. Außerdem hatte ich noch eine analoge Canon AL-1 mit einem 24mm und einem 50mm Objektiv dabei. Auf Wanderungen habe ich nur meine digitale Kamera mit genommen, wobei ich mir das bei einem zweiten Mal noch einmal genau überlegen würde, da sie für eine mehrstündige Wanderung mit vielen Höhenmetern doch recht schwer ist. Da wir zu zweit waren, teilten wir das Gepäck auf, ich trug die Kamera und mein Freund das Trinken und Essen. So war es in Ordnung.

Wandern auf dem Preikestolen

Wir haben eine Wanderung zum Preikestolen gemacht, einer Felskanzel, die 604 m senkrecht in den Lysefjord abfällt. Für den Aufstieg braucht man etwa 2 Stunden. Es lohnt sich! Für mich war es mit Höhenangst nicht sehr angenehm, doch ich arbeite an meiner Höhenangst, ich möchte unbedingt noch einmal dort hin. Wir haben den Preikestolen an einem Samstag im Juli besucht, daher waren wirklich viele Menschen unterwegs zur Felskanzel. Ich vermute unter der Woche oder außerhalb der Hauptsaison wird man dort oben ungestörter sein. Auf dem Rückweg sah ich einen Mann, der mit mit einer asiatischen Touristen den kompletten Weg herunter herunterlief, weil schon der Aufstieg sehr anstrengend für sie gewesen war. Dort hat man wieder einmal gemerkt, wie aufgeschlossen und hilfsbereit die Norweger sind.

Die Offenheit der Norweger bekommt man oft zu spüren. In Røldal haben wir zwei Tage Pause gemacht und mein Freund schlug eine Wanderung auf einen Berg vor. Auf dem Weg wurden wir von einem Ehepaar überholt, ich schätze, sie waren etwa zwischen 55–60 Jahre alt. Auf halben Weg war ich erschöpft und ließ meinen Freund allein weitergehen. Ich bin nach einiger Zeit auch weiter gelaufen und habe an einer Weggabelung die Frau wieder getroffen. Sie saß dort und wartete auf ihren Mann, der ebenfalls den Berg erklimmen wollte. So saßen wir beide dort in der Sonne, lauschten einem Wasserfall und unterhielten uns.

Reiseinspiration

Für die Planung unserer Reise haben wir fast ausschließlich die Website Visit Norway genutzt. Dort bekommt man Anregungen und viele Informationen. Außerdem haben wir uns Norwegen-Bildbände angesehen und gezielt nach Orten gesucht, die uns auf den Bildern gefielen.


 
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REDAKTIONSASSISTENtin VE WOLFF

Bonn, Deutschland

Hallo, ich bin Ve – Fotografin, Reisende, Wortliebhaberin und Redaktionsassistentin bei Fernwehosophy. Ich bin davon überzeugt, dass kleine Dinge jeden Tag zu einem ganz Großen machen können. Reiselust und Fernweh sind meine stetigen Begleiter. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Orten, die es zu entdecken gilt.

Ihr könnt Ves Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen. 


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