You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Portugal | Anija Schlichenmaier

Portugal | Anija Schlichenmaier

Eddie, unser geliebten VW T2, ist Jo’s Jugendtraum, den er sich während seines Kalifornien-Aufenthalts vor ein paar Jahren erfüllt hat – inklusive Überführung nach Deutschland. Wir können uns nichts Schöneres als einen entspannten Roadtrip mit Eddie vorstellen. 

Während ich vorab noch ein Wochenende in Barcelona verbracht hatte, war Jo schon einige Zeit vorher in München gen Atlantik gestartet um mich dort in Lissabon vom Flughafen abzuholen. So der Plan. Tatsächlich durfte ich in Barcelona aufgrund geklautem Geldbeutel inklusive Ausweis nicht in einen anderen Flieger als den heimwärts nach München steigen. Nach viel Verzweiflung und kurzer Resignation am Flughafen, da ein Mietwagen mangels Kreditkarte und Führerschein ebenfalls unmöglich war, kam mir irgendwann die Idee, den Zug zu nehmen. Madrid lag ungefähr in der Mitte zwischen Barcelona und dem Ort, an dem Jo sich gerade aufhielt. Also stieg ich in den Zug nach Madrid und begrüßte dort völlig erleichtert endlich Jo und Eddie. Viel mehr konnte jetzt ja nicht mehr schief gehen…

Zum Glück war das großartige Hostel Casinha das Flores, welches wir für die ersten beiden Tage in Lissabon gebucht hatten, sehr flexibel. Lissabon hat uns sofort verschlungen und mit seinem Charme beeindruckt. Das Hostel lag mitten im Stadtkern, alles war zu Fuß oder mit der nostalgischen Straßenbahn zu erreichen. Wir ließen uns einfach durch diese wundervolle Stadt treiben, genossen großartiges Essen mit typischen Tapas und Paella. Wir waren mit Sicherheit nicht das letzte mal hier. 

Von Lissabon aus starteten wir nach zwei Tagen unseren Roadtrip Richtung Norden. Wie es sich gehört, wenn man mit einem Bulli unterwegs ist, wollten wir nur dort verweilen und bleiben, wo es wirklich schön war und man gut surfen konnte. So blieben wir schnell am Strand Sao Juliao, südlich vom Surferparadies Ericeira, hängen. Für mich, als absoluten Wellenreit-Anfänger, wurde schnell ein gebrauchtes Board in einem der unzähligen Surfshops des schönen kleinen Orts gekauft. Dank meinem persönlichen Surf-Lehrer stand ich auch gleich am ersten Tag eine Welle. Ein großartiges Gefühl!

Der Strand in Sao Juliao war wegen der beeindruckenden Felswände unser absoluter Favorit, sehr wohl gefühlt haben wir uns aber auch in Figuera da Foz, Praia do Cabedelo und Espinho, südlich von Porto. 

Viele hatten mir vor unserer Reise nach Portugal erzählt, dass man für die Abendstunden schon einen Pulli oder eine Jacke dabei haben sollte. Von tagsüber war nie die Rede. Aufgrund des kalten Windes und teilweise tagelangen Nebels wurde es mitunter richtig ungemütlich kalt, obwohl wir Anfang Juli unterwegs waren. Auch das Stranderlebnis wurde durch den starken Wind erst mit den speziellen Windfängen der Portugiesen erträglich, da man ohne diesen kaum am Strand liegen konnte, ohne zum panierten Schnitzel zu werden. Man lernt nie aus…
Insgesamt war ich begeistert von der offenen und hilfsbereiten Art der Einheimischen –unglaublich freundliche Menschen! Man fühlte sich immer und überall willkommen.

Das geplante Ziel unserer Reise war Porto im Norden Portugals. Eine wundervolle, junge, und quirlige Stadt die uns, genauso wie Lissabon, schnell in ihren Bann zog. Auch hier werden wir sicher nochmal einen Wochenend-Trip verbringen.

Langsam machten wir uns nach circa zwei Wochen wieder auf den Weg Richtung Süden. Natürlich nicht, ohne nochmal an unserem Lieblingsstrand in Sao Juliao Halt zu machen. Im Anschluss lieferte Jo mich wieder am Flughafen in Lissabon ab. In der Zwischenzeit wurde nämlich mein Reisepass (der war zum Glück nur daheim geblieben) an liebe Bekannte in Portugal versandt, so dass ich wieder normal nach Hause fliegen konnte. In diesem Zusammenhang eine Information, die mir bis dahin unbekannt war: Bei einer Buchung mit Hin- und Rückflug verfällt der Rückflug automatisch, wenn man den Hinflug nicht wahrgenommen hat. Sollte euch daher etwas ähnliches passieren wie mir – immer der Airline Bescheid geben, damit euer Rückflug nicht verfällt.


 
 

ANIJA SCHLICHENMAIER

München, Deutschland

Fotografie bedeutet für Anija weniger Technik als viel mehr Emotionen, Geschichten und Menschen eine Freude zu machen. Viele Reiseziele stehen auf ihrer Bucket List. Einige sind mit dem Flieger zu erreichen, einige mit Eddie, dem T2 Bulli. Sie ist italophil, liebt ihre drei Vierbeiner und die Welt zu entdecken.

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