You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Portugal / Katinka Stone

Portugal / Katinka Stone

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Schon lange "Urlaubsüberreif" ging es im Dezember nach Portugal, ein kleine Rundreise sollte es werden von Norden bis zur Algarve. Nichts geplant. Kein Übernachtungen gebucht. Den Reiseführer nur grob überflogen wollte ich alles erkunden und eben da sein, wo es mich hintrieb, ohne Pläne, ohne Stress und ohne Druck. Los ging es in Porto, ein kleines Städtchen im Norden. Das Wetter war einfach perfekt. Die Sonne schien, keine Wolke am Himmel, herrliche 15 - 18°. Toll! Hallo Sommer Sonnen Urlaubsstimmung. Ich habe es geliebt durch die verschlungenen Gässchen Porto's zu laufen und große und kleine Entdeckungen zu machen, abseits vom Trubel. Übernachten solltet Ihr unbedingt mal im wunderbaren Oporto Cosy. Nicht nur der herzliche Empfang dort hat mich zum Lächeln gebracht, die Besitzerin hat mir auch gleich die ganze Stadt erklärt. Ein herrlicher Altbau zum Hotel umgebaut hoch in den Hügeln Portos. Morgens bin ich also runter ins Zentrum gelaufen und abends wieder hoch in mein kuschliges Hotel. Am Vormittag kann man einen kleinen Schlenker zum Markt machen und ein paar frische Mandarinen kaufen und die wunderbaren Trockenblumen und noch so vieles mehr bestaunen. Danach könnt Ihr entweder in den schönsten Buchladen der Welt eintauchen oder auf den Spuren von Harry Potter im Café Majestic wandeln und dort einen Kaffee trinken. Abends bin ich am liebsten bei Sonnenuntergang am Hafen entlanggeschlendert, über die Brücke und den herrlichen Blick auf die vor einem liegende Stadt genießen.

Auf dem Weg in den noch wärmeren Süden habe ich einen kleinen Abstecher nach Aveiro gemacht, dort haben mich die vielen, bunten Häuser am Wasser total verzaubert. Aber noch viel bunter geht es in Costa Nova zu, ein kleines Dörfchen am Atlantik, hier sind fast alle Häuser farbenfroh gestreift. Bei herrlichstem Sonnenschein leuchten die Farben regelrecht um die Wette und ich kann den Finger gar nicht vom Auslöser lassen. Aber das allerschönste ist der örtliche Strand, unendliche Weiten, ein herrlich schöner Strand und da es Dezember ist, bin ich fast allein hier - herrlich die Ruhe, abschalten und genießen klappt hier perfekt bei einem kleinen Picknick im feinen Sand.

Fast schwer fällt mir schon der Abschied, aber es gibt ja noch sooo viel zu sehen. Also auf geht's nach Peniche, das hat mir nicht so gut gefallen und bis auf die spannenden Surfer Geschichten vom Hotel Portier bin ich froh, dass ich nur eine Nacht gebucht habe und es weiter ins traumhafte Cascais geht. Dort habe ich zwei Nächte bei Luisa in ihrem Haus nahe der Küste gebucht und da es dort so unglaublich schön ist und mir wirklich jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird, verlängere ich noch für drei weitere Nächte. Selbstgebackener Kuchen und Nächte am Kamin sind einfach verlockend. Nur zehn Gehminuten von der Casa da Luisa stehe ich schon wieder am Atlantik und creme mich mit Sonnencreme ein, denn die Sonne strahlt vom wieder mal blauen Himmel. Direkt an der Küste laden hoch oben auf den Klippen kurz vor'm Capo do Inferno fünf kleine Restaurants zum Verweilen ein - ein so wunderbares Fleckchen Erde. Ich packe mein Buch aus, bestelle ein paar Snacks von der Karte von Tomatensuppe bis Süßkartoffelchips und genieße den Urlaub. In Cascais selber solltet Ihr auf keinen Fall das wunderschöne Café House of Wonders verpassen, mit viel Liebe eingerichtet, bekommt Ihr dort nicht nur selbst gemachte Kuchen, Ton Geschirr und die leckerste Schokolade, sondern auf der Dachterrasse einen tollen Blick über die Stadt oder einen Tango Abend im Erdgeschoss.

Von Cascais starte ich auch an zwei Tagen meine Tour nach Lissabon, 20 min mit dem Auto an der Küstenstraße entlang und schon bin ich da. Vorbei ging es an unendlich langen Stränden und den im Wasser wartenden Surfern. Für mich ein absolut grandioser Anblick! Ich muss noch mal anhalten und aussteigen. Aussteigen ist hier nämlich nicht so selbstverständlich. Ich liebe es, dass die älteren Portugiesen morgens, mittags zur Siesta oder abends zum Sonnenuntergang einfach mal einen kleinen Abstecher zum Meer machen und im Auto Zeitung lesen, schlafen oder sich unterhalten. Ich habe es liebevoll "schauen, ob unser geliebtes Meer noch da ist " getauft. Dieses Ritual ist mir auf meiner gesamten Reise immer wieder begegnet. In Lissabon mache ich mich auf den Weg nach Barrio Alto - das Szene Viertel hier und es lohnt sich! Viele tolle Restaurants und wundervolle Läden laden zum genießen und shoppen ein. Empfehlen kann ich das O Prego oder das Vintage Café nebenan, wo ich noch einen ausführlichen Strand Bericht zu meiner Schokolade bekomme. Toll! Und diverse andere kultige Restaurants mit u.a. auch vielen vegetarischen Gerichten, die hier sehr günstig sind oder z.B. auch die beste Pizzeria kurz vor der Aussichtplattform in Barrio Alto.

Nach drei Tagen Lissabon wird die Sehnsucht nach der Algarve doch immer größer und ich packe wieder und der erste Zwischenstop heißt Setubal. Ich lade meinen Koffer im Hotel ab und mache mich auf dem Weg durch die etwas verwaiste Innenstadt auf in den nördlicheren Teil, wo mich zwischen Felsen herrliche und vor allem einsame Traumstrände erwarten. Mit Gebäck & Snacks aus der wunderbarsten Bäckerei Lissabons mache ich es mir am Strand für die nächsten Stunden gemütlich - der Sonnenuntergang ist zum täglichen MUSS geworden.

Am nächsten Tag ist es soweit: nächster Stop Algarve. Juchhu! Zwischen weiten Wäldern und endlosen Straßen und den mich immer wieder fröhlich anlächelnden Mandarinen Bäumchen stehen die Händler und verkaufen ihre Mandarinen und Orangen für wirklich wenig Geld. Ich habe die Fahrten abseits der Autobahn mit meinem kleinen weißen Fiat übrigens wirklich geliebt und kann nur empfehlen die Autobahn zu meiden, man entdeckt so viel abseits der großen Straßen, auch wenn diese nicht wirklich gut in Schuss sind und es teilweise etwas abenteuerlich war.  Am Abend erreiche ich nach langer Fahrt das Küstenstädtchen Sarges. Und hier ist es dann vorbei mit dem schönen Wetter. Wie mir die Portugiesen im Norden bereits angekündigt hatten, geht es hier weitaus stürmischer zu. Stürmisch? Das sind Orkanböen, die mich hier fast wegwehen, aber ich trotze dem Sturm und mache mich auf zum Cabo de Sao Vicente und zum nahegelegenen Strand. Dort kann ich auch noch den ein oder anderen Surfer beobachten und einen tollen Urlaubstag ausklingen lassen.

Aber das wirkliche Highlight ist die Küste in Lagos. An der Ponte da Piedade komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus und wage den Weg nach unten an den Strand, auch wenn hier der Wind keine Gnade kennt. Atemberaubende Felsformationen kann man hier bestaunen und bei schönem Wetter auch eine Bootstour zwischen den Felsen unternehmen. Fällt für mich leider aus, ich fliege fast weg.

Das große Finale meiner Portugal Reise ist Faro, schon zu überwältigt von all den vielen Eindrücken genieße ich noch ein paar Stunden am Strand außerhalb der Stadt und möchte gar nicht mehr zurück aus dem Land der herrlichen Strände, Surfer, leckeren Mandarinen, mit ganz viel Sonne, morbidem Charme, wahnsinnig netten Menschen, den leckersten kleinen Törtchen und nicht zu vergessen: den allerschönsten Fliesen, die ich je gesehen habe. Ich bin verliebt in Portugal und komme definitiv wieder!


 
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Hochzeitsfotografin Katrin Stein

Köln, Deutschland

Ich bin Katrin, ursprünglich aus Erfurt und heute seit 13 Jahren im sympathischen Köln am Rhein mit meinen beiden Katern zuhause. Mit mindestens drei Urlauben im Jahr, mit denen ich schon als Kind von meinen Eltern verwöhnt wurde, geht das Reisen heute fröhlich weiter. Denn war es damals meistens Norwegen, Dänemark, die heißgeliebte Ost- oder Nordsee, geht es heute am liebsten in den Süden in die Sonne oder über den Atlantik nach New York oder Miami.

Wunderbar verbinden kann ich das glücklicherweise mit meinem tollen Beruf. Meine Kunden bescheren mir jedes Jahr als Fotografin die schönsten Reisen in Deutschland und Europa. 

Ihr könnt Kathrins Fotografie in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen. 


India / Nomadic Habit

India / Nomadic Habit

Hong Kong, Guilin & Sichuan, China/ Jen Huang

Hong Kong, Guilin & Sichuan, China/ Jen Huang