You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Siem Reap (Angkor Wat), Kambodscha / Svenja und Sebastian

Siem Reap (Angkor Wat), Kambodscha / Svenja und Sebastian

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Kambodscha: Unterwegs in Südost Asien

Sechs Wochen waren wir in (-Asien unterwegs. Kambodscha stand natürlich auch auf unserem Plan. Da wir unser Strandziel (10 Tage Strand müssen es bei jeder Tour von uns sein) bereits ausgemacht hatten, lagen drei Tage mit viel Wasser (Schwitzen, Trinken, Pool), sehr viel Warm und einigen Temepelanlagen vor uns. 

Von Bangkok aus landeten wir in Siem Reap. Und direkt stellten wir fest, dass tick tack, die Uhren hier ein klein wenig anders laufen. Um ins Land einreisen zu dürfen benötigt man ein Visum. Da wir unsere Reise ziemlich spontan planten, hatten wir uns vor unserer Reise erkundigt, wo ein Visa on Arrival zur Einreise ausreicht und man nicht Monate vorher ein Visum beantragen muss (z.B. Vietnam, oh da ist es auch schön übrigens …). Für Kambodscha ist ein Visa on Arrival also ausreichend. Soviel wussten wir. Das das Visum 20 US-Dollar kostet, wussten wir auch. Das man allerdings ein Passbild benötigt, tja das wussten wir nicht. Sebastian hatte durch sein durch Fremdverschulden abhanden gekommenes Portemonnaie „das Glück“ ein aktuelles Passbild (von einem arabischen Fotografen, allerdings ohne Bling Bling) zu besitzen. Also fragte ich den Aufseher (er sah wirklich aus wie ein Aufseher) am Flughafen in Siem Reap, was wir da nun für Möglichkeiten haben, da ich auch weit und breit kein Passbildautomat aufspüren konnte. Diese und die Frage in welcher Währung wir zahlen sollen beantwortete man uns mit einem, sagen wir mal dreckigen Lachen so: „US Dollar, Euro, Pounds. It doesn´t matter. But only cash haha! No Picture, more Money!“ 

Nachdem unsere Pässe mit und ohne Passfoto und Only Cash durch 12 Flughafenmitarbeiterhände gereicht wurden und jeder von ihnen scheinbar nur einen Buchstaben schreiben durfte, wurden wir freudig empfangen und mit Tuk-Tuk zum Hotel (aaaahhh, das war mal mega) gebracht.
Am nächsten Morgen ging es für uns los, Indianer Jones spielen. Wir wollten die Tempelanlage Angkor Wat besichtigen. Im Gegensatz zu unserer sonstigen Gewohnheit  alles auf eigene Faust mit einem Roller zu erkunden, mussten wir uns ein Tuk-Tuk plus Fahrer mieten. In Kambodscha ist es Ausländern nicht erlaubt (laut offizieller Regelung um Touristen zu schützen) einen Roller o. ä. zu mieten. Doch, ein Fahrrad darf man mieten. 
Allerdings hatten wir keine Lust bei einer Hitze von 38 Grad und gefühlter Luftfeuchtigkeit von 100% uns noch zusätzlich zu bewegen. Wir ließen uns dann doch lieber fahren. 

Schnell wird einem klar, dass Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Das Terrorregime um die „Roten Khmer“ und der daraus resultierende Bürgerkrieg hat in den 1970er bis 1990er Jahren aus einem gesunden ein recht kaputtes Land gemacht, dessen Folgen heute noch mehr als sichtbar sind. Man muss aber sagen, dass sich heute eine Menge bewegt und auch sehr viel getan wird. 

Auf dem Weg zum Angkor Wat Tempel wurde einem erstmal bewusst, wie gross alles ist. Tempel über Tempel fügen sich zu kilometerweiten Anlagen zusammen. Angkor Wat, Angkor Tom, Bayon und und und.

Nehmt Euch viel viel mehr Zeit als wir sie hatten.

Schon von weiten konnte man die großen Mauern und die Türme des berühmten Tempels sehen. Umrundet ist Angkor Wat von einem riesigen Wassergraben, der zur damaligen Zeit (gebaut um 1150) „ungebetene Gäste“ abhalten sollte und gleichzeitig wurde das angestaute Wasser zum bewässern der Reisfelder genutzt. Apropos Wasser, bevor man sich ins Getümmel mit all den Touristen schmeisst, sollte man sich wirklich vernünftig mit Wasser eindecken. Es war wirklich brutal warm. Wir haben in den Stunden die wir im Tempel verbracht haben, viele viele Liter Wasser getrunken. Wundert Euch nicht, was das Wechselgeld angeht. Man bezahlt alles in US-Dollar und bekommt das Wechselgeld in der Landeswährung Riel wieder. Wenn man selber etwas mit Riel zahlen möchte, reagieren die Kambodschaner nun ja, etwas pikiert. Im Endeffekt haben wir das einheimische Geld dann als Trinkgeld genutzt.

Angkor Wat (und alle anderen Tempel) ist wirklich einfach nur beeindruckend. Man fühlt sich, als ob man um ein paar Jahrhunderte zurück geschossen wurde. Es ist Wahnsinn wie die Menschen früher die Anlagen aufgebaut haben. Die Wände sind mit viel Liebe verziert worden, die Gänge teilweise echt spooky. Da wir das Glück hatten zur Mittagszeit da zu sein (Glück weil leer, Pech weil noch wärmer), war die Anlage ziemlich leer. Einsam und verlassen könnte man fast sagen. Das trug zur gruseligen Stimmung wohl auch noch bei.

Habt Ihr schon mal freilaufende Affen gesehen? Wir zu dem Zeitpunkt nicht. Wir kannten Affen nur süß als Babys aus dem Zoo. Und nicht böse, mit Reißzähnen, angreifend und räuberisch. Gut das wir weit weg waren und den Mann mit seiner nun nicht mehr vorhandenen Obsttüte von großer Entfernung beobachtet haben. Also Obacht vor den Affen! Unser erster aufregender Tag ging zu ende. Abends haben wir in der Nähe unseres kleinen Hotels ein wunderbares Restaurant gefunden, welches ein mega leckeres BBQ mit einem Hot-Pot anbot. Hm yummi. Auf der oberen Hälfte kann man mit dem Fett einer Speckschwarte Fleisch und Gemüse braten. Rundherum wird alles aufgefangen und im Sud mit Gemüsebrühe werden dann Nudeln, Gemüse gegart. Sehr lecker und sehr zu empfehlen. Aber nicht überall. Im späteren Verlauf unserer Reise in Chiang Mai, im Norden Thailands, ging es auch mal gründlich daneben. 

Mit dem Tuk-Tuk durch die Tempel

Am nächsten Tag standen bei uns einige der anderen Tempel auf dem Plan. Auf dieser Tour „mussten“ wir wieder auf unseren Tuk-Tuk-Fahrer Samuth vom Vortag zurück greifen. Das bereuen wir aber überhaupt nicht. Immer kalte Getränke, tolle Gespräche, viel Infos. Ein ganz feiner Kerl. Die kleinen Anlagen waren mitunter im Urwald und in einem teilweise richtig runtergekommenen Zustand. Der Zahn der Zeit und die Kräfte des Urwaldes nagen halt überall. Vielleicht macht grade aber auch das die Schönheit aus. Bäume schieben die Steine zur Seite, das Moos wächst wie es will und die Wurzeln überlagern alles und jeden. Natürlich mussten wir noch ein, zwei Bilder für uns und mit uns machen, wenn man schon mal da ist. 

unser Indianer Jones Abenteuer in den Tempelanlagen

Vorbei an vielen kleinen Anlagen, kamen wir zu unserer „Lieblingsanlage“ (wenn man das überhaupt sagen kann): Bayon. Die Anlage ist vor allem berühmt für seine Türme mit meterhohen, aus Stein gemeißelten Gesichtern. Warum wir grade diesen Tempel so schön fanden, können wir gar nicht sagen. Als uns Samuth dann wieder eingesammelt hatte, waren wir wirklich froh ihn zu haben. Keinen Schritt mehr konnten wir laufen. Der Pool und die Entspannung waren plötzlich genauso toll wie unser Indianer Jones Abenteuer in den Tempelanlagen. 

Wer mal in Südost-Asien unterwegs sein sollte, verpasst Siem Reap nicht. Und plant auch ruhig einen Pooltag mit Erholung ein. Wir haben es echt unterschätzt, wie Hitze auf einen wirken kann. Lieber einen Tag zu viel, als einen zu wenig. Es lohnt sich, ohne wenn und aber!


 
 

Fotografen SVENJA & SEBASTIAN 

Köln, Deutschland

Lange ausschlafen, Serien schauen, Kölner Karneval, Ruhrpott, FC, leckeres Essen, alte Möbel, über sich selber lachen (zu können), nicht alles so ernst nehmen, Familie und durch die Welt reisen. All das mögen wir, Svenja und Sebastian, für unser Leben gerne. Und dazu noch den tollsten Job auf Erden – das Leben und die Liebe fotografieren!

Ihr könnt die Fotografie von Svenja & Sebastian in ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Kerala, Indien / Evi Ritter

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Seychellen / Kristina Haupt

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