You only have one moment. This short moment is your life. Just a small glimpse called now.

But all we do is wait. For the moment when all thing will come together? Maybe they never will.

Maybe we should 

Stop Waiting. And Just Go.

Südkorea / Maria-Victoria Fürst

Südkorea / Maria-Victoria Fürst

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Auszeit in Südkorea

Ich besuchte im Dezember meine Zwillingsschwester in Südkorea. Sie studiert dort für ein Jahr im Auslandsemester. Da ich es kein Jahr ohne sie aushalte, buchte ich einen Flug und stieg eines kalten Morgens mit Zwischenstop über Helsinki in den Flieger, der mich nach Seoul bringen sollte. Nach meinem ersten Langstreckenflug, der erstaunlich komfortabel mit Finair zurückgelegt wurde, fiel ich ihr glücklich in die Arme. Sofort war ich von dem Land begeistert!

Im Vorfeld hatte ich mir keine großen Vorstellungen gemacht, doch ich war schnell überwältigt von der Gastfreundschaft und Ruhe und dem Interesse, das mir von den Koreanern entgegengebracht wurde. Schon im Flieger wurden mir von einem Sitznachbarn Latschen für die Füße angeboten und kaum war ich in Seoul gelandet, wurden ich und meine Schwester von Schulmädchen am Flughafen interviewed und nach Bildern gefragt, wir seien so hübsch. Nach mehr als zwanzig Stunden Unterwegssein empfand ich ein Selfie mit Teenagern als Kompliment.

Seoul ist eine sehr interessante Stadt. Ich war erstaunt, dass sie so sauber ist. Und für eine Stadt in der mehr als neun Millionen Menschen wohnen, wirkte sie erstaunlich leer & organisiert. Und was besonders auffällt: Seoul ist grün. Umringt von Bergen, am Meer & mit so vielen Parks und Grünflächen, wie ich es bisher noch nicht gesehen habe. Ich war mehr als angenehm davon überrascht, dass ich mich niemals mit abertausenden Menschen in eine Bahn quetschen musste oder Atemprobleme wegen Smog oder ähnlichem hatte, wie in vielen anderen Städten in Asien.

Szene-VierteL in Seoul

Meine Schwester wohnte in Hongdae, das ist momentan neben dem bekannten Gangnam eins der beliebtesten Viertel. In Hongdae hat man das Gefühl, in einer Kleinstadt zu sein. Niedrige Häuser, verwinkelte Gassen und hunderte versteckte Shops & Restaurants. Jeden Tag eröffnet irgendwo ein neues Café oder eine andere Garküche. Auch günstige Kleidung kann man hier shoppen, auf Läden von wenigen Quadratmetern gibt es tolle Angebote. Abends und nachts war hier immer etwas los, die Einheimischen kamen in Strömen und verabredeten sich hier im Viertel und dann ging es los auf Entdeckungstour. Man kaufte sich schnell einen Happen zu essen und ging dann noch etwas shoppen und danach in ein Café oder zum Karaoke.

Gleich an meinem zweiten Tag besuchte ich das National Museum of Korea. Dieses Museum ist unglaublich. Es liegt eingebettet in einem riesigen Park mit historischen Nachbauten und der Museumsbau ist gewaltig: etwa ein Kilometer lang mit vier Etagen. Ich hätte Tage darin verbringen können. Es ist besonders Kunsthandwerk ausgestellt.

Auch besuchten wir den Gyeongbokgung Palast, einen von insgesamt fünf Palästen in Seoul. Ich war hin und weg, als ich diesen wunderbar erhaltenen Palast besuchte. Die Parkanlage, die Holzhäuser und Pagoden verschlugen mir die Sprache. Danach besuchten wir noch das National Folk Museum, das sich ebenfalls auf dem Gelände befand und unter einer riesigen Pagode, sozusagen in dem Fundament davon untergebracht ist. Wer sich für die Kultur des Landes und Traditionen interessiert, sollte dies Museum nicht auslassen. Im Museum waren zum Beispiel traditionelle koreanische Häuser nachgebaut und es gab ein tolles Kindermuseum, insgesamt sehr interaktiv gestaltet. Übrigens ist der Eintritt in Museen in Korea immer kostenlos – nur für Sonderausstellungen bezahlt man horrende Preise.

Unesco Weltkulturerbe Gyeongju

In meiner zweiten Woche fuhr ich mit meiner Schwester hinaus aufs Land, besser gesagt, nach Gyeongju, einer Stadt die unter Unesco Weltkulturerbe steht. Gyeongju ist die alte Stadt des Silla Königreiches und es gibt dort viele Begräbnisstätten und Anlagen für die ehemaligen Könige. Wir fuhren relativ unkompliziert mit einem Fernbus (übrigens sind koreanische Autobahnraststätten echt total cool!). In Gyeongju waren wir in einem sehr schicken Motel untergebracht. Für gerade einmal achtzig Euro für zwei Nächte konnten wir zwei Riesenbetten, einen Whirlpool und Sauna unser Eigen nennen. Wir fühlten uns wie im Luxusurlaub. Gyeongju ist eine supersüsse Kleinstadt, in dessen wenigen Straßen man sich schnell zurechtfindet. Sie konnte sich den Kleinstadtcharme noch bewahren. Die Einheimischen sind zwar auf Touristen eingestellt und begegnen ihnen dennoch mit einer Seelenruhe. Wir besuchten dort die Grabhügel: In Korea wurden die Könige unter riesigen Hügeln bestattet, ähnlich wie bei Pyramiden gibt es unten eine Grabkammer. Um die mehr als zwanzig Hügelgräber wurden mehrere wunderschöne Parks errichtet - dort wird man von traditioneller Musik aus Lautsprechern beschallt, ein tolles Erlebnis. Zudem ging es noch an den Stadtrand um die Palastanlage von Anapji zu bewundern. Ein paar Gebäude der Anlage wurden rekonstruiert. Um einen wundervoll angelegten künstlichen See kann man wandern. Wir genossen das tolle Dezemberlicht.


 
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Fotografen MARIA-VICTORIA FÜRST

Leipzig, Deutschland

Ich bin Maria, eine Fine Art Fotografin aus Leipzig. Ich fotografiere mit Vorliebe analog & mit meiner kleinen handlichen Kamera. In meiner Freizeit reise ich gerne, koche oder treffe mich mit Freunden zum Fotos machen.

Ihr könnt Maria-Victorias Fotografie auf ihrem Blog verfolgen und ihre Fanpage hier besuchen.

Buenos Aires, Iguazú, Patagonien, Argentinien / Jae-In & Suk-Jae Kim

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Curaçao, Karibikinsel / Anouschka Rokebrand

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